Die Vorsteherin des Deutschen Börsenvereins, Karin Schmidt-Friderichs, präsentiert Amartya Sen die Preis-Urkunde. Foto: AFP/Arne Dedert

Der Preisträger in Boston, der Bundespräsident in Quarantäne: die Verleihung des Friedenspreises an den indischen Wirtschaftsphilosophen Amartya Sen in der Frankfurter Paulskirche wird in die Geschichte eingehen.

Frankfurt/Stuttgart - In Deutschland ist es elf Uhr, Zeit für die säkulare Sonntagspredigt in der Frankfurter Paulskirche, mit der in jedem Jahr die Buchmesse ausklingt. Zum 70. Mal wird dort der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen, zum ersten Mal allerdings bleiben die Plätze in diesem Parlament der freien Geister weitgehend leer. Doch der Geist lässt sich nicht so einfach unterkriegen. Schon gar nicht in einem Jahr, in dem ein Virus das große Frankfurter Buchfest in eine Geistermesse verwandelt hat. Und dass die Ehrung des indischen Weltbürgers und Wirtschaftsphilosophen, Amartya Sen, der sein Leben von Campus zu Campus der renommiertesten Universitäten reisend zugebracht hat, in einem digitalen Transitraum stattfindet, könnte man durchaus folgerichtig finden.

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