Eine spektakuläre Szene: Jake Sully (Sam Worthington) in „Avatar: The Way of Water“ Foto: 20th Century Studios

In „Avatar“ erzählte James Cameron 2009 eine epische Kolonisierungsgeschichte auf einem exotischen Planeten und setzte Maßstäbe in Sachen 3D-Kino. Nun zeigt er erste Bewegtbilder aus Teil 2.

Als strahlendes Idyll erscheint zunächst die Welt der Na’vi auf dem Planeten Pandora im ersten Trailer zu James Camerons Science-Fiction- und Fantasy-Kinospektakel „Avatar – The Way of Water“: Die Ureinwohner reiten auf Flugtieren und schwimmen durch exotische Flora und Fauna. Doch natürlich ist dieses Idyll weiterhin bedroht durch gierige Menschen und korrumpierte Na’vi, die in einer industrialisierten Stadt leben.

Familie spielt eine zentrale Rolle

Der Trailer deutet an, welches Motiv in „Avatar 2“ eine zentrale Rolle spielen wird: „Diese Familie ist unsere Festung“, sagt Jake Sully (Sam Worthington), der im ersten Teil vom Menschen zum Na’vi wurde und nun mit der Häuptlingstochter Neytiri (Zoe Saldaña, „Guardians of the Galaxy“) verheiratet ist. Erste spektakuläre Action-Schnipsel sind ebenfalls zu sehen: Auf einem Saurier-artigen Flugtier stehend taucht Sully aus dem Wasser auf.

Giovanni Ribisi („Der Soldat James Ryan“) wird wieder als Chef der RDA Mining Corporation zu sehen sein, die auf Pandora Rohstoffe abbaut. Sigourney Weaver („Alien“) spielt im ersten Film eine Wissenschaftlerin, die sich auf die Seite der Na’vi schlägt. In „Avatar 2“ soll sie wieder auftauchen, allerdings offenbar in einer anderen Rolle. Zur Besetzung gehört diesmal auch die Martial-Arts-Königin Michelle Yeoh („Star Trek: Discovery“).

Kate Winslet hat einen Rekord aufgestellt

Viele der Schauspielerinnen und Schauspieler mussten für die Dreharbeiten Apnoe-Tauchen lernen. Kate Winslet, die eine Ureinwohnerin spielt, hat bei einer Unterwasserszene einen Rekord gebrochen und im Wassertank länger als sieben Minuten die Luft angehalten. Sie hat damit Tom Cruise entthront, der den Rekord seit „Mission: Impossible - Rogue Nation“ (2015) hielt.

Kann „Avatar 2“ das 3D-Kino wiederbeleben?

„Avatar“ gilt als einer der großen digitalen 3D-Filme. Der Hollywood-Regisseur James Cameron drehte damals mit dem neu entwickelten 3-D Fusion Camera System und setzte die Stereoskopie nicht nur dekorativ ein, sondern dramaturgisch: In intimen Szenen wirken die Räume enger, bei Totalen unendlich weit.

Die Dreharbeiten waren sehr teuer, weil die Kamera mit den zwei Linsen für jede Szene neu eingerichtet werden musste. Deshalb wurden seither kaum Filme mit ähnlichem Aufwand hergestellt und bei einigen Blockbustern das zweite Bild nur im Computer erzeugt, was nicht den selben Effekt hat. Das 3D-Kino hat in der Folge deutlich an Bedeutung verloren. Auch in dieser Hinsicht sind mit „Avatar 2“ einige Erwartungen verbunden.

Cameron („Terminator“, „Titanic“) hat den zweiten und dritten Teil der Filmreihe 2017 parallel in Neuseeland gedreht. Der Start von „Avatar – The Way of Water“ hat sich mehrfach verzögert. Nun soll der Film am 14. Dezember 2022 in die Kinos kommen.

  
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