Vor dem Adlon hat ein Hochzeitskorso für Aufsehen gesorgt. (Symbolbild) Foto: imago/Jochen Tack/imago stock&people

Laut hupende und in Kolonne fahrende Autos sieht man in manchen Großstädten immer öfter. Insassen schwenken Fahnen oder schießen auch mal aus dem Fenster in die Luft. In Berlin schrecken die Fahrer nicht mal vor den prominentesten Orten zurück.

Berlin - Ein Hochzeitskorso und driftende Autos haben direkt vor dem Berliner Luxushotel Adlon am Brandenburger Tor für Aufsehen gesorgt. Die Polizei stoppte die Autofahrer am Donnerstagabend und beschlagnahmte zwei BMWs, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Die Führerscheine der beiden Fahrer im Alter von 18 und 23 Jahren wurden eingezogen.

Gegen 19.10 Uhr fuhren demnach etwa zehn Autos in einem sogenannten Hochzeitskorso auf den Pariser Platz. Insassen brannten Pyrotechnik ab. Zwei BMW-Fahrer drifteten nach Zeugenaussagen mit quietschenden Reifen in Höhe des Mittelstreifens im Kreis herum. Um sie herum bildete sich eine Menge von Schaulustigen, die zum Teil nur ein bis zwei Meter entfernt von den Autos standen.

Die Polizei beendet das Spektakel

Alarmierte Polizisten beendeten das Spektakel. Acht Teilnehmer wurden angezeigt. Gegen die beiden Fahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Erst Mitte Februar waren junge Männer mit ähnlichen Manövern auf der viel befahrenen Kreuzung direkt am Bahnhof Zoo aufgefallen. Videos bei Twitter zeigten, wie die Autos im Kreis drifteten.

Seit Jahren wird die Polizei in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wiederholt alarmiert, weil große Hochzeitsgesellschaften mit zahlreichen Autos im Korso fahren und den Straßenverkehr gefährden. Teilweise schießen die Insassen mit Schreckschusspistolen aus den Fenstern. Bei türkischen und arabischen Hochzeiten gehört die große Autokolonne oft zu den Ritualen des Festes dazu.

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