Foto: Iris Drobny - Iris Drobny

Die Stuttgarter Softballerinnen starten am Sonntag mit zwei Heimspielen auf dem Schnarrenberg gegen Freising in ihre zweite die Bundesliga-Saison.

Bad CannstattDie Softballerinnen des TV Cannstatt gaben in der Vorsaison ihr Debüt in der Bundesliga-Süd – ein beeindruckendes dazu. Auf Anhieb gelang die Vizemeisterschaft, in der ersten Playoff-Runde war jedoch Schluss. Sportlich sprach alles für eine weitere Spielzeit in Deutschlands höchster Liga, aus finanzieller Sicht kamen den Verantwortlichen jedoch Bedenken. Letztlich hat man sich aber pro Bundesliga entschieden, weil „die Liga aus sportlicher Sicht alternativlos ist, uns bei einem Rückzug in die Verbandsliga viele Spielerinnen weggelaufen wären“, sagt Reds-Abteilungsleiter und Damentrainer Christoph Manske. Darüber hinaus biete das Unterhaus keine echte Perspektive für die drei, vier Nachwuchsspielerinnen mit Potenzial, die in den nächsten Jahren zum Frauenteam dazustoßen würden.

Am Sonntag, 8. April, beginnt sie nun, die zweite Bundesliga-Saison der Reds-Damen. Zu Gast im DB-Park auf dem Schnarrenberg (13 und 15.30 Uhr) werden die Freising Grizzlies sein. Bei drei von vier Partien behielten die Cannstatter im Vorjahr gegen die Grizzlies die Oberhand. Doch nun stellt sich die Situation etwas anders dar, die Reds haben den Umbruch vollzogen. So will die „mit beste Pitcherin der vergangenen Bundesliga-Saison“, so Manske, Michala Kucharova, „kürzertreten und sie verstärkt unser Trainerteam“. Dies bedeutet: Die erst 16-jährige U-19-Nationalspielerin Jennifer Weil ist die Starting-Pitcherin, „wird also viel Spielzeit bekommen und so ihre positiven wie auch negativen Erfahrungen sammeln“. Noch mindestens zwei Spieltage müssen die Frauen vom Schnarrenberg auf die andere gute Pitcherin, Sina von Zeppelin, warten – sie ist noch verletzt. Mehr Geduld müssen die Reds indes bei Neuzugang Makinna Akers aufbringen. Die „starke Werferin mit guten Schlagqualitäten“ wird erst ab dem 1. Juni das rote Trikot überstreifen. „Dann ist die US-College-Liga beendet und sie steht uns zur Verfügung.“ Akers soll aber auch in die Trainingsarbeit eingebunden werden. „Wir erhoffen uns von ihr neue Einflüsse und Trainingsinhalte. Das kann nicht schaden.“

Trotz der Veränderungen im Team peilen die Reds erneut die Playoffs an. Ob es aber nach der regulären Saison wieder Platz zwei in der Bundesliga-Süd sein wird, darauf will sich Manske nicht festlegen. Vielmehr rechnet er mit einem etwas schwächeren Abschneiden. Aber Platz 4, der eben zu den Playoffs um die deutsche Meisterschaft berechtigt, „wollen wir auf jeden Fall erreichen und haben wir auch sicherlich drauf.“

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