Die Maschine steht auf dem Rollfeld, Rettungskräfte sind unterwegs. Foto: StN

Ein medizinischer Zwischenfall löst Aufregung am Stuttgarter Flughafen aus. Eine Maschine muss außerplanmäßig landen. Diverse Rettungskräfte rücken aus.

Stuttgart - Der Mitarbeiter am Stuttgarter Flughafen ist besorgt. „So etwas habe ich in Jahren hier noch nicht gesehen“, schildert er sein Erlebnis. Es komme immer wieder vor, dass Flugzeuge ungeplant landen müssten, weil es Probleme irgendwelcher Art an Bord gebe. „Aber dieser Vogel hat es nicht mal bis zu einer Parkposition geschafft. Er stand über eine Stunde lang direkt auf dem Rollfeld.“ Feuerwehr und diverse Rettungsfahrzeuge samt Notarzt seien ausgerückt und hätten Passagiere aus dem Flieger geholt.

Die Rede ist von einem Zwischenfall, der sich am vergangenen Freitag abgespielt hat. Gegen Mittag musste eine Eurowings-Maschine auf dem Weg von Hamburg nach Nizza in Stuttgart einen unvorhergesehenen Notstopp einlegen. „Es ging um einen medizinischen Notfall an Bord“, sagt Flughafensprecherin Beate Schleicher. Es sei sehr eilig gewesen, deshalb hätten die Helfer die Maschine noch auf dem Rollfeld angesteuert. „Das hatte aber keine Auswirkungen auf andere Flüge, der Betrieb bei uns war dadurch nicht tangiert“, so Schleicher.

Mehrere Passagiere gehen von Bord

Eine Eurowings-Sprecherin in Köln bestätigt den Vorfall. „Es ist richtig, dass es auf Flug EW7428 auf dem Weg von Hamburg nach Nizza am vergangenen Freitag eine außerplanmäßige Zwischenlandung in Stuttgart gegeben hat. Grund dafür war ein medizinischer Notfall.“ Genaueres dürfe man nicht sagen, es sei aber nur eine Person betroffen gewesen. Das große Aufgebot an Helfern rührt wohl auch daher, dass mehrere erwachsene Mitreisende und Kinder ebenfalls das Flugzeug verlassen haben. „Nach einer Stunde und 24 Minuten Bodenzeit konnte der Flug in Richtung Nizza fortgesetzt werden, wo Passagiere und Crew sicher landeten“, heißt es in Köln.

Im Stuttgarter Luftraum ist dies nicht der einzige Zwischenfall in jüngster Zeit. Erst vor wenigen Tagen war der Funkkontakt zu einem Businessjet abgerissen. Daraufhin stiegen zwei Eurofighter der Bundeswehr auf und verursachten einen weithin hörbaren Überschallknall, der viele verunsicherte.

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