Der SGU-Vorsitzende Hilmar Foto: (z)

Der SGU-Vorsitzende Hilmar Meier hat für sein Engagement von Untertürkheims Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel die Ehrenmünze der Stadt erhalten.

Untertürkheim - Für Hilmar Meier war die coronabedingt kleine Feier im Trauzimmer des Bezirksrathauses vermutlich der geeignete Rahmen. Der Vorsitzende der Sportgemeinschaft Untertürkheim (SGU) erhielt die Ehrenmünze der Stadt ohne große Öffentlichkeit verliehen.

„Als Erster Vorsitzender haben Sie die Aufgabe zu entscheiden und die Richtung vorzugeben, trotzdem habe ich noch nicht erlebt, dass Sie Ihre Funktion in den Vordergrund treten lassen, sondern als Vertreter der Vereinsmitglieder deren Interessen wahrnehmen“, charakterisierte Dagmar Wenzel den Geehrten. Gerne hätte Untertürkheims Bezirksvorsteherin den SGU-Vorsitzenden und seine Arbeit im Rahmen des sonst üblichen Ehrenamtsempfangs ins Rampenlicht gestellt. „Es gibt nämlich Menschen, die sich Engagement wünschen und es gibt Menschen, die sich engagieren. Sie sind sicher ein Mann der zweiten Kategorie“, so Wenzel. Meier sei ein Mensch, der ein Gespür für seine Mitmenschen habe. „Wer Sie als Ersten Vorsitzenden der SGU erlebt, dem vermitteln Sie diese dem Menschen zugewandte Haltung unmittelbar. Wenn Sie Vorhaben begründen oder Konsequenzen feststellen, liegt Ihren Aussagen immer eine Ausgewogenheit zugrunde, weil Sie in der Lage sind, unterschiedliche Standpunkte auf ein Thema wahrzunehmen.“

Diese ruhige und lösungsorientierte Art hat sich auch beim Bau des Stuttgart-21-Tunnels unter dem SGU-Platz gezeigt. Sachlich haben die SGU-Vereinsverantwortlichen und die Deutsche Bahn die Herausforderung bestens gemeistert. „Ich nehme mit großer Bewunderung wahr, dass Sie dieser großen und bunten Mannschaft mit einer ruhigen Haltung und großer Achtsamkeit für jeden Einzelnen vorstehen“, dankte Wenzel.

Mit sechs Jahren trat Meier in die Fußballabteilung der SGU ein. Als Jugendlicher wechselte er dann in die Bowling-Abteilung – mit Erfolg. Er spielte als Aktiver in der Landesliga. Seine Karriere als Funktionär startete er 2008 mit 41 Jahren. Er trainierte eine Jugendfußballmannschaft. Nahtlos reihten sich weitere Stationen an. 2013 wurde er zum Jugendleiter ernannt und übte diese Funktion bis 2016 aus. In dem Jahr wählten ihn die Mitglieder dann zum ersten Vorsitzenden der Sportgemeinschaft. Als Vorsitzender habe er nun mehr strategische Aufgaben wahrzunehmen. „Sie müssen sich Gedanken machen, wie aus einem traditionsreichen Sportverein ein moderner Verein wird, der sich an den veränderten Bedarfen der Kinder und Jugendlichen und der Erwachsenen orientiert. Ein großes Anliegen ist Ihnen die Kinder- und Jugendförderung“, sagt Wenzel.

So war er Mitinitiator der internationalen Jugendfußballturniere mit renommierten Mannschaften. Der Verein versuche, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen zu geben und es gelinge immer wieder familiäre Engpässe zu überwinden. „Die SGU ist in der Lage, ein Stück Familie für manche Kinder zu sein“, dankte Wenzel für die soziale Funktion des Vereins. So sei der SGU auch einer der ersten Vereine gewesen, der bei der Integration von geflüchteten Menschen den Kontakt mit der Stadt suchte und der auch Kooperationen mit der Grundschule eingeht.

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