Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, hält eine Batteriezellfertigung für Elektroautos im Südwesten für absolut notwendig. Foto: DPA

Am 22. November wollen mehr als 10.000 gegen den Abbau in der Autobranche demonstrieren. Die Sicherung von Standorten und Beschäftigung müsse im Mittelpunkt stehen.

Stuttgart (dpa/lsw)Mit mehr als 10.000 Beschäftigten aus der Auto- und Zulieferindustrie in Baden-Württemberg will die IG Metall am 22. November gegen Stellenstreichungen und Sparprogramme in der Branche protestieren. Anstatt die Transformation gemeinsam mit den Beschäftigten aktiv anzugehen, nutzten Unternehmen den technologischen Wandel als Deckmantel für reine Profitmaximierung, kritisierte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger am Mittwoch in Stuttgart. «Bevor es mit der Transformation überhaupt richtig losgeht, beginnen Unternehmen mit zum Teil heftigen Methoden, an soziale Errungenschaften zu gehen oder gar den Personalabbau voranzutreiben», sagte Zitzelsberger.

Die Sicherung von Standorten und Beschäftigung müsse im Mittelpunkt stehen, sagte er. Von den Unternehmen erwarte man, dass sie zu entsprechenden Transformationsvereinbarungen bereit seien. «Alle, die bereit sind, das mitzumachen, haben uns als Verbündete. Alle anderen haben Ärger», sagte Zitzelsberger. Dafür erwarte man auch die Unterstützung der Politik. Zudem müsse die Gesellschaft wissen und verstehen, dass es auch um sie gehe: Der Wohlstand in Baden-Württemberg komme zuvorderst aus dem Fahrzeug- und dem Maschinenbau.

Eine Botschaft solle beim Aktionstag auf dem Stuttgarter Schlossplatz aber auch an die Arbeitnehmer und ihre Vertreter selbst gehen: «Der Wandel kommt, und wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken», sagte Zitzelsberger. «Wir müssen dafür kämpfen, dass er in unserem Sinne kommt.»

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