Werner Aisslinger, geboren 1964 in Nördlingen, aufgewachsen in Kempten in Allgäu in einem Pädagogen-Haushalt, kam nach dem Abitur nach Berlin. Hier in seinem Studio Aisslinger nahe des Hamburger Bahnhofs in Berlin. In unserer Bildergalerie sehen Sie eine Auswahl seiner Produktdesigns und Innenarchitekturkonzepte. Foto: www.steffen-jaenicke.de/Steffen Jänicke

Sein Stuhl Juli steht im New Yorker MoMA, seine Designs sind weltbekannt, und er hat ein zukunftsweisendes Tiny House entworfen, den Loft Cube. Der Designer Werner Aisslinger, aufgewachsen im Allgäu, gestaltet alles – von der Armbanduhr bis zur Foodmall am Berliner Breitscheidplatz.

Berlin - Kann man einen Stuhl neu erfinden? Werner Aisslinger konnte. Das war 1996. Auf einmal tauchte wieder ein Schalenstuhl auf. Produziert aus Integralschaum, einem Material, das in Autos Anwendung findet, aus dem beispielsweise Lenkräder hergestellt werden. „Das war die erste Transformation dieser Technologie aus der Automobil- in die Möbelwelt“, so Aisslinger. Sein Stuhl „Juli“, benannt nach seinem Sohn Julian, wurde von der italienischen Möbelfirma Cappellini in Serie produziert und von der Kuratorin Paola Antonelli des New Yorker Museum of Modern Art entdeckt. Seit 1998 ist der „Juli Chair“ in der ständigen Sammlung des Museums – zwischen Klassikern von Charles Rennie Mackintosh und Charles und Ray Eames. Aisslinger weiß um den Zauber des Augenblicks. So sagt er: „Manchmal ist man mit einer Idee schlichtweg zu früh dran, der Markt noch nicht bereit – aber diese Ideen sind oft die bahnbrechenden.“

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