Ein Bild aus besseren Zeiten: die Hymnus-Chorknaben Stuttgart Foto: Eidenmüller

Wie probt, wie präsentiert und wie fühlt sich ein Knabenchor in Corona-Zeiten? Ein Besuch beim Stuttgarter Hymnus-Chor und seinem Leiter Rainer Johannes Homburg

Stuttgart - Das Bild auf der Homepage des Chores ist wie gemacht für pandemische Zeiten: In weitem Abstand stehen Jungs in schwarzen Talaren mit weißen Krägen, die Reihen gegeneinander versetzt. Im großen Probensaal des Chorheims in der Stuttgarter Birkenwaldstraße warten 16 weit auseinander gerückte Stühle auf die Sänger – nein, genauer: auf einen Teil von ihnen. Chöre trifft die Corona-Krise besonders hart, denn das Singen gilt als besonders gefährlich, weil dabei mehr kleine Tröpfchen, so genannte Aerosole, ausgeschieden werden. Bis Ende Oktober durften Sänger nur in kleinen Gruppen miteinander proben; seit November dürfen sie es gar nicht mehr. Ausnahmen gibt es nur dort, wo Bildungsarbeit geleistet und für Musik in Gottesdiensten geprobt wird – wie eben beim Hymnus-Knabenchor. Hier singt man jetzt kürzer und in kleinen Gruppen. Und während vor Corona der 80-köpfige Konzertchor einmal wöchentlich im Chorsaal zusammenkam, wechselt man jetzt zu zwei halben Tuttiproben mit je vierzig Sängern in die Erlöserkirche. Weil dort mehr Platz ist. Zwei Meter Radius rund um jeden Sänger sind Vorschrift.

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