Salzburg Dominik Szoboszlai (l.) in Aktion gegen Benjamin Pavard von Bayern München Foto: dpa/Andreas Schaad

Der Bayern München hat sich in der Champions League bei Red Bull Salzburg mit einem 6:2-Sieg durchgesetzt. Trainer Hansi Flick bleibt damit ohne Punktverluste in der Königsklasse.

Salzburg - Bayern makellos, Gladbach furios: Titelverteidiger Bayern München steuert nach seinem 14. Sieg im Folge in der Champions League unbeirrt dem Achtelfinale entgegen, der Triple-Gewinner setzte sich am dritten Vorrundenspieltag bei Red Bull Salzburg allerdings nur mit einiger Mühe 6:2 (2:1) durch. Eine wahre Gala zeigte Borussia Mönchengladbach beim 6:0 (4:0) beim ukrainischen Serienmeister Schachtjor Donezk.

Österreichs Serienmeister Salzburg ging in einer flotten Partie bereits in der 4. Minute durch Mergim Berisha in Führung. Die Bayern, die zuletzt vor 20 Monaten in der Königsklasse nicht gewonnen hatten (1:3 gegen den FC Liverpool), kamen durch einen von Robert Lewandowski verwandelten Foulelfmeter (21.) zum Ausgleich. Ein Eigentor von Rasmus Kristensen (44.) sorgte kurz vor der Pause für die Führung der Gäste.

Flick ohne Punktverluste in der Königsklasse

Der kurz zuvor eingewechselte Masaya Okugawa (66.) glich aus, ehe Jerome Boateng (79.), der eingewechselte Leroy Sane (83.), abermals Lewandowski (88.) und Lucas Hernandez (90.+2) für den vielleicht etwas zu hohen Favoritensieg sorgten. Trainer Hansi Flick, der das Amt von Niko Kovac vor genau einem Jahr übernommen hatte, bleibt damit ohne Punktverluste in der Königsklasse.

Nach der Unruhe um Abwehrchef David Alaba hatte Bayern-Trainer Hansi Flick die passende Antwort seiner Profis gefordert: Die lieferte der Rekordmeister ohne den positiv auf Corona getesteten Niklas Süle und ohne Leon Goretzka (Wadenprobleme). Zwar offenbarten die Münchner gegen die gefährlichen und frechen Salzburger einige Lücken in der Defensive, sie zeigten aber vier Tage vor dem Spitzenspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim BVB Moral. 

Borussia Mönchengladbach stürmte indessen angeführt vom eiskalten Alassane Plea zu seinem ersten Saisonerfolg in der Champions League. Mit dem zweithöchsten Auswärtserfolg ihrer langen Europapokal-Geschichte übernahm die Borussia in der schwierigen Gruppe B zur Halbzeit die Tabellenführung.

Plea mit Dreierpack

Der überragende Plea (8./26./78.) mit einem Dreierpack, Christoph Kramer (17.) mit einem abgefälschten Schuss, Ramy Bensebaini (44.) und Lars Stindl (65.) trafen für die spielfreudige Borussia, die nun vom erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase träumen darf.

Der Bundesligist zog dem UEFA-Pokal-Sieger von 2009 im leeren Olympiastadion von Kiew früh den Zahn und hielt den Druck hoch. Gegen Real Madrid und Inter Mailand (jeweils 2:2) hatte die Fohlenelf den Sieg zuvor noch aus der Hand gegeben. Nur 1973 bei IB Vestmannaeyjar hat Gladbach im Europacup höher gewonnen (7:0).

Rose hatte vor Anstoß vor den „wuseligen“ Brasilianern gewarnt, von denen gleich fünf in der Startelf der Ukrainer standen. „Wenn wir in der Champions League bleiben wollen, brauchen wir heute ein Ergebnis“, sagte Rose, dessen Elf dann auch konzentriert begann. Anders als in den ersten beiden Begegnungen zeigte die Borussia weder vor der großen Bühne noch vor dem Gegner Respekt und spielte über weite Strecken wie im Rausch.

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