In Freiberg sollen mit elf Wohnbauten 170 neue Wohneinheiten entstehen. Foto: Landeshauptstadt Stuttgart/ Sta - Landeshauptstadt Stuttgart/ Stadtmessungsamt (z)

In Freiberg sollen mit elf Wohnbauten 170 neue Wohneinheiten entstehen. Der städtebauliche Vertrag ist unterzeichnet. Heute entscheidet der Technikausschuss über den Auslegungsbeschluss.

Freiberg Zwischen der Balthasar-Neumann-Straße und der Mönchfeldstraße sollen auf dem Geländestreifen 170 neue Wohneinheiten gebaut werden. Die Pläne gibt es schon seit längerem für den Bereich, in dem sich heute Garagen, Stellplätze und eine Tankstelle sowie Kleingärten befinden. So wurde ein erster Bebauungsplan im Jahr 2017 beschlossen. Doch dieser wurde nicht rechtskräftig, wie Stadtplanerin Veronika Nemeth dem Bezirksbeirat Mühlhausen erklärte.

Ursprünglich waren 200 Wohneinheiten geplant. Doch dann stellte sich heraus, dass nicht alle Grundstücke gekauft werden konnten, weil nicht alle Eigentümer verkaufen wollen. So musste die Planung nochmals geändert werden und gibt es jetzt 170 Wohneinheiten. Zwei Baufelder fielen heraus, ein Baufeld für 30 Wohneinheiten und ein Baufeld für eine Kita. Die Kita ist nun auf einem städtischen Grundstück an der Himmelsleiter geplant: sechs Gruppen für vor Ort plus zwei Gruppen aus dem Bedarf der Umgebung. Die Kita soll in ein Gebäude mit vier bis sechs Geschossen ins Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss untergebracht werden. In dem Haus werde auch überlegt, eventuell besondere Wohnformen anzubieten, für Menschen mit Behinderungen oder eine Pflege-Wohngemeinschaft.

Vertrag ist unterschrieben

Der städtebauliche Vertrag lag den Eigentümern vor und musste bis zum heutigen Dienstag unterschrieben sein, denn da wird er dem Ausschuss für Umwelt und Technik vorgelegt. Wie Kristina Hackel vom Stadtplanungsamt bestätigte, ist der Vertrag von allen Eigentümern unterschrieben worden.

Insgesamt sind elf Baukörper mit fünf bis sechs Geschossen geplant. Die Bauherren müssen Stellplatze nachweisen, die bereits dawaren und neue Stellplätze. Deshalb seien Tiefgaragen auch doppelt tief gebaut und zudem gebe es Senkrechtparker in der Balthasar-Neumann-Straße. Gegenüber dem Ladenzentrum gebe es ein Punkthochhaus. Dieses ist bereits im Bezirksbeirat vorgestellt worden. Dort sei unten Gastronomie geplant und soll Gewerbe einziehen, so Nemeth. Die Investoren seien in den Startlöchern. Die Bauanträge seien in Bearbeitung. Der Auslegungsbeschluss werde von 9. August bis Mitte September ausgelegt. Auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden. Zudem soll ein zusätzlicher Z-Überweg an der Stadtbahnhaltestelle Suttnerstraße geschaffen werden. Es werde auch ein neuer Geh- und Radweg gebaut. Von den Bezirksbeiräten kamen überwiegend positive Rückmeldungen. Johannes Jäger (SPD) sprach sich dafür aus, auch Wohnen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Die Stadtplanerin sagte, dass das ein Geschoss barrierefrei errichtet werden müsse. Das gebe die Bauordnung so vor. Beim Kita-Gebäude könne man noch Wünsche äußern. Heute beschließt der Ausschuss für Umwelt und Technik über den Auslegungsbeschluss. Der Bezirksbeirat Mühlhausen hat kürzlich die Vorlage einstimmig befürwortet.

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