Die Berliner Polizei hat eine Veranstaltung in einer Kneipe aufgelöst – bei der ging es offenbar um eine Parteigründung. Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa/Patrick Seeger

Bei einer Versammlung in einer Berliner Bar hat die Polizei eingegriffen. In einem Video, das auch im Netz zu finden ist, wird die Gründung einer Partei als Ursache für die Zusammenkunft genannt.

Berlin - Eine Versammlung von Gegnern der Corona-Gesetze in einer Kneipe in Berlin-Prenzlauer Berg ist am Donnerstagabend von der Polizei aufgelöst worden. Die Teilnehmer hätten die Veranstaltung mit einem Livestream im Internet übertragen, teilte die Polizei am Freitagmorgen über Twitter mit. 28 Menschen seien angetroffen worden, die meisten hätten weder eine Corona-Schutzmaske getragen noch den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten.

Die Versammlung von so vielen Menschen ist derzeit grundsätzlich verboten, außerdem müssen Kneipen geschlossen sein. Die Polizei stellte fest: „Die Veranstaltung wurde von uns beendet. Zahlreiche Anzeigen wurden geschrieben.“ Weitere Informationen sollten folgen.

Eine Parteigründung ist zu sehen

In einem etwa zweistündigen Video bei Youtube sind Teile der Veranstaltung mit einer längeren Diskussion über Corona, die Verbote und eine Parteigründung zu sehen. Teilnehmer, unter ihnen auch der Kneipenbetreiber, fordern ihr „normales Leben zurück“, kritisieren die Corona-Gesetze und bezeichnen die Politik als „Selbstbedienungsladen“. Einer der Initiatoren sagt: „Wir haben auch in Berlin schon Hinweise darauf, dass die Leute nach der Impfung sterben.“ Als die Polizei erscheint, gibt es längere Diskussionen über die Legitimation von Versammlungen zur Gründung einer Partei.

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