Der Umkleidetrakt des TBU wird derzeit saniert. Foto: Elke Hauptmann

Die Stadt hat dem TBU für die dringend erforderliche Sanierung des Umkleidetrakts einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Der Verwaltungsausschuss soll am kommenden Mittwoch 154 000 Euro bewilligen.

Untertürkheim - De r gemeinderätliche Verwaltungsausschuss soll in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch Nägel mit Köpfen machen und dem Turnerbund Untertürkheim (TBU) den von der Stadtverwaltung bereits im März in Aussicht gestellten Zuschuss zur dringend erforderlichen Sanierung des Umkleidetrakts gewähren. Es geht um 154 000 Euro.

Wie berichtet, befinden sich die Räumlichkeiten auf der Vereinssportanlage im Gehrenwald in einem sehr schlechtem Zustand. Der aus dem Jahr 1971 stammende Umkleidetrakt ist ziemlich heruntergewirtschaftet: Wasserrohre sind verkalkt, Putz bröckelt von den Wänden, durch Wassereintritt breitet sich an einigen Stellen Schimmel an der Decke aus, die Waschbecken sind antiquiert. Dabei werden die Räume intensiv genutzt – nicht nur von vielen der derzeit 1278 Mitglieder des TBU, sondern auch von Schulklassen und Gastvereinen. Die teilweise nicht mehr nutzbaren sanitären Anlagen, die Fenster, Türen und Wände sowie die Außenfassade sollen nun auf den aktuellen technischen Standard gebracht werden – die Maßnahme duldet keinen Aufschub. Mit den Arbeiten haben die Handwerker bereits begonnen. Läuft alles nach Plan, soll der Umklei debereich bis Mitte Juli saniert sein.

Baumaßnahme kostet 385 000 Euro

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf insgesamt 385 000 Euro, die der Verein nicht allein aufbringen kann, wie Sportbürgermeister Martin Schairer in der Vorlage für das Gremium darlegt: Der TBU, der demnach lediglich über 10 000 Euro Eigenkapital verfügt, müsste ein Darlehen über 105 550 Euro aufnehmen. Zur Finanzierung der Maßnahme sind zudem Zuschüsse zwingend erforderlich. Neben der Stadt Stuttgart hat auch der Württembergische Landessportbund (WLSB) Unterstützung signalisiert. Über die von ihm avisierten 115 000 Euro wurde zwar noch nicht entschieden, „von einer Bewilligung kann aufgrund der bisherigen Gespräche und nach heutigem Kenntnisstand jedoch ausgegangen werden“, so Schairer.

Die Vereinsmitglieder hatten dem Sanierungsvorhaben bereits im Januar in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zugestimmt – trotz des enormen finanziellen Kraftaktes, den es zu stemmen gilt. Die nächsten 20 Jahre wird der TBU die Schulden dafür abbezahlen müssen. Die Mittel sollen über Spenden, Sponsoring und andere Möglichkeiten erwirtschaftet werden.

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