Der Betriebsrat hat Geburtstagspakete mitgebracht – mit Appellen an die Firmenchefs. Foto: /IG Metall/Julian Rettig

Statt das 100-Jahr-Jubiläum Mahles zu feiern, sorgen sich die Mitarbeiter des Zulieferers um ihre Jobs. Doch eine Aktion mit vielen Menschen ist in Corona-Zeiten ausgeschlossen. Jetzt haben Vertreter der Arbeitnehmer vermeintliche Geschenke gepackt.

Stuttgart - Es war am 1. Dezember 1920. Damals ist Hermann Mahle als kaufmännischer Leiter in Hellmuth Hirths Versuchsbau eingetreten. Wenig später stieg man in das Geschäft mit Leichtmetallkolben für Motoren ein. Ernst Mahle ist 1922 als Entwickler und Leiter der Produktion eingestiegen. Innerhalb weniger Jahre wurde das Unternehmen zu einem der großen deutschen Kolbenproduzenten. Die Brüder Hermann und Ernst Mahle wurden Geschäftsführer, später alleinige Eigentümer. Dies gilt als Geburtsstunde des Zulieferers, nachzulesen auf der Mahle-Seite im Internet. Im vergangenen Jahr hat das Stiftungsunternehmen mit gut 77 000 Mitarbeitern einen Umsatz von zwölf Milliarden Euro erzielt. Ursprünglich war eine große Geburtstagsfeier geplant. Dann kam Corona. Doch auch ohne Pandemie dürfte den Mitarbeitern, die eine Videobotschaft der Geschäftsführung erhalten haben, die Feierlaune verdorben sein.

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