Das Bürgerhaus mit Familienzentrum wird gut in Neugereut angenommen. Quelle: Unbekannt

Das Stadtteilmanagement in Neugereut hat eine positive Bilanz in ihrem zehnten Jahresbericht zur Sozialen Stadt Neugereut gezogen. Die Erneuerungsmaßnahmen in der Ortsmitte seien erfolgreich.

Neugereut Stadtteilmanagerin Ute Kinn und Stadtplanerin Karin Lauser gaben kürzlich den zehnten Bericht über die Soziale Stadt Neugereut im Bezirksbeirat Mühlhausen. Eine weitere Verlängerung des Bund-Land-Förderprogramms sei denkbar, so Kinn. Zu den umgesetzten Punkten zählt natürlich das Kinder-, Jugend- und Bürgerhaus, welches 2017 in Betrieb ging. 2018 wurde das Stadtteil- und Familienzentrum eröffnet, welches seit Juli vergangenen Jahres von Nadja Pauzar geleitet wird. Sie ist für die Raumvergabe zuständig. „Das Bistro ist eine Bereicherung“, so Kinn. Sie freut sich, dass die Einrichtung läuft. Auch die Aufwertung des Freiraums sei ein kluger Eingriff gewesen, so die Stadtteilmanagerin. Der neue Belag und der neue Bewuchs habe einen Mehrwert gebracht. „Alle Läden sind wieder in Betrieb.“ Die Neue Mitte ist wieder hergestellt und der Treffpunkt JimPazzo fertig.

Das innere Wegenetz wird derzeit noch aufgewertet. Die Umgestaltung aller drei Hauptwegeerschließungen soll 2021 abgeschlossen werden. 2016 wurde der erste Bauabschnitt Arche – St. Monika verwirklicht. Mit dem Umbau des Bauabschnitts Zentrum – Pelikanstraße wurde im April 2019 begonnen. Auch ein Wegweisungskonzept soll noch nach Fertigstellung der Baumaßnahmen im Stadtteil verwirklicht werden. Die Baugenossenschaft Friedenau will in der Pelikanstraße einen achtgeschossigen Neubau erstellen. „Der Bauantrag soll 2019 noch gestellt werden und wird dann im Bezirksbeirat vorgestellt“, erklärte Kinn. Zu den nichtinvestiven Maßnahmen zähle das Projekt Biwaq. Das Projekt kümmert sich um die „Digitale Inklusion“, dabei sollen Arbeitssuchende für Bewerbungen digital up-to-date sein. Dabei hilft das Team von Netzwerk Neugereut in der Marbustraße 35.

Runder Tisch Gemeinwesen

Das Sauberkeits-Projekt im Einkaufszentrum Neugereut ist zu Ende, so Kinn. „Wir haben uns bemüht, das Projekt weiterzuführen, haben aber keinen Träger gefunden.“ Den Geschäftsleuten sei es sauber genug. Zwischen 2016 und 2017 waren Putzmänner eingesetzt von „Neugereut aktiv“, finanziert von Geschäftsleuten des Einkaufszentrums und dem Verfügungsfonds der Sozialen Stadt. Das Projekt ist mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Fußgängerzone geendet. Verschiedene investive Projekte stehen noch an, wie die Querung Seeblickweg, der Fuß- und Radweg-Steg über den Seeblickweg, der 2020/21 verwirklicht werden soll. Der Kreisverkehr Seeblickweg/Benzenäckerstraße soll vor 2020/21 entstehen.

Der Trampelpfad Sturmvogelweg zur barrierefreien Erschließung soll 2019/20 verwirklicht werden. Im kommenden Jahr soll ein Naturbeobachtungsraum in der Grünanlage Seeadlerstraße am Wasserbehälter eingerichtet werden, dabei geht es um Schaffung von Lebensräumen für Wildbienen und andere Insekten. Das Tor zum Einkaufszentrum soll aufgewertet werden. Es gehört dem Siedlungswerk. Auch verschiedene öffentliche Platzbereiche etwa im Quartier Pinguinweg sollen noch aufgewertet werden. Das Bund-Land-Stadt-Förderprogramm der Sozialen Stadt Neugereut ist bis zum 31. April 2021 verlängert worden. Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat die Weiterbeauftragung des Stadtteilmanagements in reduziertem Umfang beschlossen. Aufgaben kann dann in der Folge auch der Bürgerverein Neugereut übernehmen, wie Kinn berichtete. Somit könne der Bürgerverein Neugereut als Drehscheibe fungieren.

Zudem hat Stadtplanerin Karin Lauser einen Runden Tisch Gemeinwesen auf den Weg gebracht. Sie habe mit der Wirtschaftsförderung gesprochen, dass hier ein Partner für die Geschäftsleute bestehe. „Neugereut ist auf einem guten Weg, die Verstetigung der gesellschaftlichen und der gemeinbedarfsorientierten Prozesse im Stadtteil zu gewährleisten“, stellte Kinn fest.

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