Erfolgreich modernisiert von der BGC: die Häuser im Rohrdommelweg 2 bis 12. Foto: Hasmann (z)

Die Baugenossenschaft Bad Cannstatt zieht eine positive Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr trotz Pandemie. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von vier Prozent.

Bad Cannstatt - Die BGC blickt auf ein besseres Jahresergebnis als geplant. Eigentlich hatte der Vorstand der Baugenossenschaft Bad Cannstatt sich gefreut, die Mitgliederversammlung in diesem Jahr wieder traditionell in Präsenz machen zu können. Schließlich blickt das Unternehmen auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr, wie Peter Hasmann, BGC-Vorstandsvorsitzender, in einer Mitteilung berichtet.

Doch die Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. „Auch in Fürsorge für Risikogruppen unter ihren Mitgliedern haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft schweren Herzens dazu entschlossen, die diesjährige Mitgliederversammlung nochmals im schriftlichen Verfahren durchzuführen.“ So erhielten alle Mitglieder Anfang Juni im Rahmen der Informationsphase eine Einladung zur Teilnahme sowie alle relevanten Informationen per Post. In ihrem Bericht führten die beiden BGC-Vorstände Peter Hasmann und Thomas Kermes aus, dass auch das Geschäftsjahr 2020 für die Genossenschaft sehr erfolgreich verlief: „Wir konnten ein um 1,2 Millionen Euro besseres Jahresergebnis als geplant erzielen und anstelle des prognostizierten Jahresfehlbetrages von 400 000 Euro somit einen Jahresüberschuss von rund 800 000 Euro erwirtschaften“, freut sich BGC-Vorstand Kermes. „Eine Dividendenzahlung von vier Prozent ist somit auch in Corona-Zeiten ohne Einschränkungen möglich.“ Zum Vergleich: Auf dem Sparbuch bei der Bank gibt es seit Jahren fast keine Verzinsung.

Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstand in seinem schriftlichen Bericht auch mit dem Verlauf der Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Genossenschaft in Geschäftsjahr 2020. Vor allem der erfolgreiche Abschluss der dreijährigen energetischen Modernisierung des Rohrdommelwegs 2 bis 12 freut den Vorstand in besonderem Maße. Mit dem dritten Bauabschnitt der energetischen Modernisierung hatte die BGC dort in Neugereut termingerecht im vergangenen Jahr beginnen können und die Arbeiten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen abschließen können.

Der Vorstand bilanziert weiter, dass es in den vergangenen drei Jahren zu keinen Unfällen oder negativen Vorfällen gekommen sei und die Zeitpläne ebenfalls während der gesamten Maßnahme eingehalten werden konnten. Außerdem erfreulich: Mit den tatsächlichen Gesamtkosten von 9,1 Millionen Euro wurden die geplanten Kosten von 11,1 Millionen Euro um rund zwei Millionen Euro unterschritten. „Ein tolles Ergebnis. Der Vorstand dankt allen, die dazu beigetragen haben“, resümiert Hasmann. Insgesamt hat die BGC im Zeitraum 2010 bis 2020 rund 43,5 Millionen Euro im Bereich Neubau und Modernisierung investiert. Hinzu kommen im selben Zeitraum nochmals rund 22,6 Millionen Euro für Instandhaltung und Instandsetzung. Insgesamt also rund 66 Millionen Euro in rund zehn Jahren. Die Bestände der Genossenschaft waren, so der Vorstand, aufgrund dieser Investitionen noch nie so gut in Schuss wie heute. „Aber kein Grund, sich darauf auszuruhen“, betont Kermes. Die BGC werde in diesem Jahr den Regenpfeiferweg 20 bis 26 mit 32 Wohnungen im bewohnten Zustand energetisch modernisieren. Sie plant für nächstes Jahr die Sanierung des Regenpfeiferwegs 17 bis 21 mit 20 Wohnungen im unbewohnten Zustand.

Auch einen Blick auf das Bauvorhaben im Neckarpark warf der Vorstand: „Wir werden uns in den nächsten Jahren im Neckarpark, dem modernen Wohn- und Gewerbepark der Zukunft in Bad Cannstatt engagieren“, so Hasmann. So hat die BGC im vergangenen Jahr ein größeres Grundstück direkt am Veielbrunnenpark erworben, um dort rund 45 Mietwohnungen sowie Gewerbeeinheiten zu errichten. Auch auf die umfangreichen ökologischen und sozialen Aktivitäten der Genossenschaft ging der Vorstand ein: „Hervorzuheben ist, dass wir seit Mitte 2020 Partner der Energiewende sind und seitdem auf 100 Prozent Ökostrom setzen“, so Kermes.

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