Geparden sind in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet bedroht. Foto: /Martin Dölling

Zum heutigen Welt-Geparden-Tag gibt es am Stand bei der ehemaligen Eisbär-Anlage Infos über die bedrohten Tiere.

Bad Cannstatt - Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt. Mit über 90 Stundenkilometern erbeuten sie ihre Nahrung, bevorzugt Gazellen und Antilopen. Doch die bemerkenswerten Katzen sind stark bedroht. Darauf macht der Welt-Geparden-Tag am 4. Dezember aufmerksam. Darum dreht sich an diesem Samstag an einem Aktionsstand von 11 bis 15 Uhr beim Gehege der weiblichen Gepardin, der ehemaligen Eisbär-Anlage, alles um die gefleckten Raubtiere. Die WilhelmapädagogInnen haben Raubtierschädel zum Anschauen, Fangzähne zum Vergleichen und Gepardenkrallen zum Anfassen dabei. Die gewaltigen Sprünge des Jägers zeigen sich in Zeitlupe erst richtig beeindruckend, was in einem kleinen Film präsentiert wird. Wissensdurstige Eltern und Kinder können im Team die Fragen eines Geparden-Quiz lösen und kleine Preise mit nach Hause nehmen.

Gepardenschutz in Namibia

Unterstützt wird die Wilhelma an diesem Tag von der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA), die in einer kleinen Ausstellung ihre Arbeit für den Gepardenschutz in Namibia zeigt. Dabei spielt der lokale Partner, der Cheetah Conservation Fund (CCF), eine zentrale Rolle. Er züchtet seit 25 Jahren in Namibia Herdenschutzhunde, die Hirten helfen, Angriffe von Geparden auf Zuchtvieh abzuwehren. Der Auswertung zufolge verzeichnen mehr als 90 Prozent der Viehhalter dadurch höchstens noch ein Fünftel der Viehverluste, manche gar keine mehr. Deshalb machen sie weniger Jagd auf die Raubtiere. Jeder Hirte, der einen Schutzhund erhält, verpflichtet sich im Gegenzug, bei Konflikten den Gepard zu verschonen, die Artenschützer zu informieren und ihnen die Umsiedlung der Katze zu ermöglichen. Die Wilhelmafreunde fördern diese wichtige Arbeit jährlich mit 25 000 Euro.