Momentan werden Rehkitze großgezogen. Doch wenn das Kitz auch verlassen erscheint, gilt: Hände weg von Jungtieren. Foto: dpa/Boris Roessler

Im Frühjahr bringen Wildtiere ihren Nachwuchs zur Welt. Deswegen bitten Jäger, Hunde an die Leine zu nehmen und Jungtiere nicht zu stören oder gar zu berühren.

Jäger auf der Wangener Höhe und in Untertürkheim schlagen Alarm: Immer wieder werden sie zu verunglückten Wildtieren gerufen. „Wir haben von Februar bis jetzt vier Rehe verloren“, sagt Roland Hafenrichter. Ein erwachsenes Reh wurde von Hunden aufgestöbert. Auf der Flucht rannte es auf Höhe der Rotenberger Kelter in ein Auto. Die Verletzungen waren tödlich. Zudem musste der Rotenberger Jagdpächter zwei – vermutlich von Hunden – gerissene Kitzkadaver entsorgen. Auf der gegenüberliegenden Neckarseite sieht die Bilanz ähnlich aus. Nicht immer gehen die Rettungsaktionen so glücklich aus, wie vor Kurzem auf der Wangener Höhe. „Dort konnten wir einen Rehbock befreien. Von Hunden gehetzt hatte sich sein Geweih in einem Zaun verheddert. Wären wir nicht schnell zur Stelle gewesen, wäre er qualvoll verendet“, erzählt der Hedelfinger Jochen Scheiffele. In einem anderen Fall sind Scheiffele und seine Mitpächter von einem Gartenbesitzer zu Hilfe gerufen worden. Er hatte ein „verlassenes Rehkitz“ in seiner Wiese gefunden und es ins Gartenhaus „gerettet.“ Die Jäger holten es, rieben es ab und legten es unweit der aufgeregten Mutter in eine Wiese. „Die Geiß nahm es glücklicherweise an“, erzählt Scheiffele.

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