Dauud Cheaib und der Drittligist DJK Sportbund Stuttgart müssen sich weiterhin gedulden: Ein Termin für den Wiederbeginn gibt es noch nicht. Foto: Volker Arnold

Beim Tischtennis gibt es erneut verschiedene Wiederaufnahmeszenarien. Selbst der Saisonabbruch steht zur Debatte.

Stuttgart-Ost - In Pandemie-Zeiten wird den Verantwortlichen und Gremien der einzelnen Sportverbände viel abverlangt – Flexibilität ist gefragt. Das gilt auch für Tischtennis. Schon mehrfach wurden die Spielpläne überarbeitet, um dann festzustellen, dass der Aufwand umsonst war, aufgrund diverser Lockdowns wieder nicht gespielt werden kann. So jüngst geschehen beim aktuellen Lockdown. In der 3. Bundesliga hätten die Teams bereits wieder zur Platte schreiten sollen – so auch am kommenden Wochenende die Frauen des DJK Sportbund Stuttgart (gegen Viktoria Wombach). Doch daraus wird nichts. Im Fe­bruar wird in den Tischtennisverbänden nicht mehr gespielt. Die Politik hat festgelegt: Der Lockdown gilt noch bis zum 14. Februar. Dieses Datum beziehungsweise das Treffen der Ministerpräsidenten in der nächsten Woche ist einmal mehr ausschlaggebend, wie in sämtlichen Sportarten – also auch beim „Plattensport“ – weiterverfahren wird. Sollte der Lockdown zu Ende sein, grünes Licht zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs gegeben werden, „kann es Mitte, Ende März wieder weitergehen“, spekuliert Thomas Walter, Geschäftsführer des Verbands Tischtennis Baden-Württemberg. Das würde reichen, um die angepeilte Einfachrunde im April und Mai fertig spielen zu können.

Jedoch auch wenn die Politik das ok. zur sportlichen Wiederaufnahme geben würde, stünde ein vorzeitiger Abbruch weiterhin zur Debatte. Während in den Bundesspielklassen zwar nicht alle Teams für die Fortführung des Spielbetriebs plädierten, herrsche auf Verbandsebene deutlich mehr Skepsis in puncto Wiederaufnahme, weiß Walter. „Wohl knapp die Hälfte spricht sich dagegen aus.“ Grund: Der Leistungsgedanke beziehungsweise die Spielklasse spiele teilweise eine untergeordnete Rolle, so Walter. „Greift beispielsweise ein Familienvater oder ein Selbstständiger in der Kreisliga zum Schläger, dann hat das Private beziehungsweise der Beruf klar Vorrang. Sie wollen kein Risiko eingehen und verzichten lieber auf den Sport.“ Dementsprechend müsse auch genau geprüft werden, wie viele Teams letztlich bereit wären, zu spielen und wie viele ihre Mannschaft zurückziehen würden. „Wenn bei einer Ligastärke von zehn, fünf absagen, macht es keinen Sinn.“ Aufgrund der Pandemie wurde nämlich festgelegt, dass Klubs zurückziehen können, ohne mit Konsequenzen wie Geldstrafen rechnen zu müssen.

Wie es letztlich mit der Spielzeit 2020/21 weitergehen wird, soll Anfang März in den einzelnen Verbänden diskutiert und entschieden werden.

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