Strahlend blauer Himmel über der Grabkapelle: Der September begeisterte mit 238,2 Sonnenstunden. Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Der September 2021 verwöhnte die Stuttgarter mit vielen Sonnensturmen, er war zu warm und viel zu trocken. Die Extreme nehmen weiter zu.

Untertürkheim - Nach den vergleichsweise eher tristen Sommermonaten kamen die Sonnenhungrigen im September voll auf ihre Kosten. Strahlend blauer Himmel, kaum Wolken, die Sonne schickte ihre Strahlen fast ungehindert auf die Stuttgarter Erde. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte auf dem Schnarrenberg insgesamt 238,2 Sonnenstunden. Deutlich mehr als an einem normalen September. „Wenn man dies mit dem langjährigen Mittelwert vergleicht, der sich aus den Septemberdaten von 1991 bis 2020 errechnet, hat der September dieses Jahr 141 Prozent erreicht“, sagt DWD-Meteorologe Uwe Schickedanz. Noch frappierender ist der Vergleich mit der bis vergangenes Jahr gültigen Referenzperiode, der die Werte von 1961 bis 1990 zugrunde liegen. 238,2 Sonnenstunden entsprechen dann sogar 166,9 Prozent des Mittels. „Früher hatten wir im September oft Frühnebel, der sich erst im Laufe des Tages auflöste. Seit einigen Jahren werden Septembernebel immer seltener und die Sonne kann fast ungestört auf die Erde scheinen“, sagt der Meteorologe. Bester Beweis ist der 23. September 2021. Die Instrumente auf dem Schnarrenberg registrierten 11,5 Stunden Sonnenscheindauer. „Absoluter Rekord. Länger hat die Sonne an keinem anderen 23. September geschienen“, sagt der Meteorologe.

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