Im Juli 2021 beherrschten zum Teil tiefdunkle Wolken das Geschehen am Himmel. Foto: imago images//Martin Storz

Der Juli präsentierte sich sehr unbeständig. Sonnenanbeter kamen nicht auf ihre Kosten. Die Sonne schien nur an 216,4 Stunden – knapp 91 Prozent des normalen Mittels.

Untertürkheim - Man hätte eigentlich bereits am 27. Juni wissen können, wie das Wetter in den kommenden Wochen sein wird. Es ist der Siebenschläfertag. Dieses Jahr fiel er auf einen Sonntag. Das Wetter war wechselhaft: Ein bisschen sonnig, bewölkt und es gab einige Niederschläge. Eine Wetterregel besagt: Die Bauernregel besagt: „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag“. Der Meteorologe Andreas Pfaffenzeller vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart hält sich natürlich an die Wetterfakten. „Dennoch trifft in Zweidrittel der Fälle diese alte Regel auch zu“, sagt der Meteorologe. Zumindest auch für den Juli 2021. Mit 19,1 Grad Celsius war der Juli 2021 im Vergleich zu den Jahren 1961 bis 1990 etwa 0,7 Grad Celsius zu warm. Am meisten schwitzen mussten die Stuttgarterinnen und Stuttgarter demnach am 23. Juli. Das Thermometer kletterte auf 28,0 Grad Celsius. „Das bedeutet aber auch, dass wir keinen heißen Tag mit mehr als 30 Grad Celsius in den vergangenen 31 Julitagen erlebt haben. Das ist ungewöhnlich. Normalerweise registrieren wir drei heiße Tage im Juli“, sagt Pfaffenzeller. Ganz so schlecht war der Juli aber dennoch nicht. Er brachte es immerhin auf zwölf Sommertage. Mit nur 12,3 Grad Celsius kennzeichnet der 10. Juli das Monatsminimum. „Durch die lang anhaltende Bewölkung waren die Nächte aber auch vergleichsweise mild, was zu dem Temperaturplus von 0,7 Grad Celsius beigetragen hat“, erklärt Pfaffenzeller.

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