Bei Bob Forstner dauert es, bis ein Auto aus der Werkstatt kommt. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Wer ein Auto aus Großbritannien fährt, muss Geduld und einen dicken Geldbeutel haben – und das gilt nicht nur für aktuelle Modelle. Stuttgarter Werkstätten berichten vom Durcheinander, das wegen des Brexits herrscht.

Stuttgart - Per E-Mail bestellen und fertig, am nächsten Tag ist das Teil per Luftfracht da. So beschreibt Karl-Heinz Renzler das übliche Prozedere vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU-Zollunion und des Binnenmarkts. Renzler repariert in seiner Werkstatt Young- und Oldtimer von Marken wie MG oder Rover – die Originalteile dafür kommen aus Birmingham. Seit dem 1. Januar gelten neue Regeln, und nicht nur für den Chef des British Car Center in Degerloch ist damit alles anders. Seitdem, erzählt er, landen die Maschinen in Köln zwischen, und die Fracht kommt erst mal zum Zoll. Der schaut offenbar manchmal genau hin: Nicht alle, aber einige Pakete kommen „total auseinandergenommen“ in Degerloch an. Verspätet sind die meisten, in der Regel einige Tage. „Wir waren verwöhnt“, sagt Renzler im Rückblick, „jetzt wissen wir nicht, wie es weitergeht.“

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