Die Bilanz des 174. Cannstatter Volksfestes fällt zufriedenstellend aus. Foto: dpa/Christoph Schmidt - dpa/Christoph Schmidt

Vor dem Abschlusswochenende ziehen Veranstalter, Festwirte, Schausteller, Marktkaufleute, Polizei und DRK zufrieden Bilanz. Was besonders zufriedenstellt: Der Festplatz ist sicher.

Bad CannstattNach den großen Jubiläen von Volksfest und Landwirtschaftlichem Hauptfest, dem historischen Volksfest in der Innenstadt und grandiosen Wetter war klar, dass das 174. Cannstatter Volksfest diesen Erfolg nicht wird toppen können. Die Bilanz fällt dennoch zufriedenstellend aus. „Wir haben ein rundes, angenehmes und sehr friedliches Volksfest erlebt“, fasst Andreas Kroll seine Eindrücke vor dem Abschlusswochenende zusammen. Es sei, wie es sich alle vorgestellt und worauf auch alle hingearbeitet haben. „Es gibt eine hohe Kundenzufriedenheit. Und das ist das Ziel von allen.“ Da die Wetterprognosen fürs Wochenende gut seien, werde das Ziel von 3,5 Millionen Besucher erreicht.

Auch die Schausteller sind zufrieden. „Wir liegen im grünen Bereich“, sagt Mark Roschmann, der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Südwest. „Es war ein normales Volksfest.“ Seine Kollegin Linda Brandl, die Vizepräsidentin des Landesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute, spricht von „nicht so prickelndem Wetter“. Aber an den letzten drei Tagen könne noch einiges aufgeholt und kompensiert werden. Auch das „Sorgenkind“ Krämermarkt habe funktioniert. Da sei man mit dem Veranstalter im Gespräch bezüglich einer Veränderung der Gestaltung.

Bei den Festwirten gebe es bislang unterschiedliche Ergebnisse. „Teilweise wurden Umsätze des Vorjahres erreicht, teilweise jedoch nicht“, führt Festwirte-Sprecher Werner Klauss aus. „Das Wochenende wird uns aber noch in die Karten spielen.“ Man könne aber nicht jedes Jahr eine Steigerung erwarten und müsse realistisch bleiben. „Wir müssen auch mit weniger zufrieden sein.“

Marcus Christen, als Abteilungsleiter für die Wasenveranstaltung verantwortlich, reihte sich bei den Zufriedenen ein. „Es war ein gelungenes Fest. Die Neuheiten haben eingeschlagen.“ Auch die Zahl der Busse habe zugenommen. Es werde die 5000er-Marke geknackt.

Besonders erfreulich sind die Einsatzzahlen des Deutschen Roten Kreuzes. „Wir haben einen Rückgang von 23 Prozent“, rechnet DRK-Sprecher Udo Bangerter vor, „von 1040 auf 801.“ Rettungswagen waren sogar 30 Prozent weniger unterwegs, 56 Mal im Vergleich zu 80 Mal im Jahr davor. „Es gab auch keine außergewöhnlichen Einsätze.“

Auch die Polizei zeigt sich mit dem bisherigen Ablauf zufrieden. Das mit bis zu 160 Beamten pro Tag größte Polizeirevier des Baden-Württembergs auf dem Wasen musste etwas weniger eingreifen als 2018. Man liege ein bis zwei Prozent unter den Vorjahres-Einsatzzahlen. Knapp 700 Fälle von Straftaten, Ordnungswidrigkeiten und Verstöße gegen die Platzordnung waren zu verzeichnen. „Die Chance, auf dem Volksfest Opfer einer Straftat zu werden, ist äußerst gering“, sagt Frank Döppner, stellvertretender Leiter des für den Wasen zuständigen Polizeireviers. „Der Wasen ist grundsätzlich sicher.“ Die Beteiligten bei den Körperverletzungen hätten meist eine Vorbeziehung. Dafür müssten sich die Beamten einiges an Beleidigungen anhören. „Das ist unter aller Kanone.“

Auch erfreulich: 100 krebskranke Kinder erlebten einen unvergesslichen Tag auf dem Volksfest. Die Regine-Sixt-Stiftung, die Firmen Roncalli und Renoldi hätten dies ermöglicht, dankte Marcus Christen.

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