Matthias Kutterer erntet im Weinberg seines Schwiegervaters Samtrot-Trauben. Foto: M. Kuhn

Die Hauptweinlese hat – drei Wochen später als normalerweise – begonnen. Überhaupt ist der Jahrgang 2021 in vielerlei Hinsicht ein besonderer.

Uhlbach - In den Oberen Neckarvororten hat vergangene Woche die Hauptlese begonnen. Die Trauben der wichtigsten Rebsorten werden geerntet. Trollinger und Spätburgunder standen Anfang der Woche auf dem Programm des Collegiums Wirtemberg. Am Ortsrand von Uhlbach machten sich deswegen Richard Merkle und sein Leseteam an die Samtrot-Trauben. Der Uhlbacher Wengerter hat bereits mehr als 60 Weinlesen erlebt. „Kein Jahrgang ist dabei wie der andere. Aber der diesjährige stellt uns schon vor besondere Herausforderungen“, sagt das Mitglied des Collegiums Wirtemberg. Frost führte im Frühjahr in manchen Stuttgarter Lagen zu Schäden, im Frühsommer und vor allem im August bereitete dann die feuchte Witterung den Wengertern Sorgen. Der Infektionsdruck durch Pilzkrankheiten war hoch, das Wachstum kam ins Stocken, zudem konnten die Trauben nur wenig Zucker bilden. „Insofern haben uns und den Trauben die goldenen Septemberwochen gutgetan. Die Früchte konnten den Rückstand fast aufholen. Sie haben sich gut entwickelt“, sagt Collegiumsvorstand Martin Kurrle. „Jeder Sommertag hat mindestens ein Oechsle gebracht“, ergänzt Vorstandsmitglied Heinz Munder.

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