Die Neue Kelter der Weingärtner Fellbach: Die unterirdischen Lagerflächen reichen mittlerweile nicht mehr aus und sollen daher erweitert werden. Der Abriss zweier nicht mehr erhaltenswerter Wohngebäude ist dafür erforderlich. Foto: Hauptmann Quelle: Unbekannt

Fellbach (red) - Die Fellbacher Weingärtner brauchen mehr Platz und planen daher eine Erweiterung der unterirdischen Lagerflächen in der Neuen Kelter nach Norden. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben zugestimmt.

Für die geplante Erweiterung müssen die sich im Besitz der Genossenschaft befindlichen Gebäude Grabenstraße 35 und 37 sowie das Gebäude Gartenstraße 50/1 abgebrochen werden. Ebenfalls vorgesehen ist der Abriss der Gebäude Gartenstraße 50 und 52, die in einem nicht erhaltenswerten Zustand sind. An ihrer Stelle ist der Neubau eines zweigeschossigen Wohngebäudes mit sechs Wohneinheiten und einer Tiefgarage vorgesehen.

Nachdem der Gemeinderat im Juni letzten Jahres der Aufstellung des Bebauungsplans und einer Satzung über die örtlichen Bauvorschriften und im September dem Vorentwurf des Bebauungsplans zugestimmt hatte, hat das Projekt nun eine weitere Hürde genommen: Das Gremium stimmte bei zwei Gegenstimmen und einer Stimmenthaltung dem Entwurf des Bebauungsplans zu.

Zuvor hatten bereits die Bürger und Träger öffentlicher Belange Stellung nehmen können. Es wurden kaum Bedenken geäußert. Zwei Anregungen führten allerdings zu Änderungen im Bebauungsplanentwurf. So wies die Denkmalschutzbehörde im Regierungspräsidium darauf hin, dass im Bereich des Keltervorplatzes bis 1938 eine alte Dorfkelter stand. Dies ergebe einen „archäologischen Prüffall“. Der Hinweis wurde in den Bebauungsplan aufgenommen, hat aber auf die aktuellen Baupläne keine Auswirkungen. Das Amt für Umweltschutz im Landratsamt bat um frühzeitige Prüfung, ob sich in den Gebäuden Fledermäuse einquartiert hätten.

Die Erweiterungs- und Wohnbaupläne der Fellbacher Weingärtner stießen im Gemeinderat überwiegend auf Unterstützung. Unterschiedlich bewerteten die Fraktionen die Frage, ob die zum Abriss vorgesehenen Häuser erhaltenswert sind oder nicht. Letztendlich aber wollte man den Weingärtnern Entwicklungsmöglichkeiten geben. Schließlich seien sie auch ein Werbeträger für die Stadt.

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