Ludwig und Stefanie Schwarz freuen sich über den ersten Platz für ihren Lemberger beim Meininger Rotweinpreis. Foto:  

Weinerzeuger aus den Neckarvororten haben wichtige Weinpreise gewonnen: Das Weingut Schwarz den ersten Platz im Meininger Rotweinpreis und das Collegium Wirtemberg den dritten im Vinum-Rotweinpreis.

Untertürkheim - Der Herbst ist für die Weinerzeuger die Zeit, in der sie ihre Ernte einfahren können: Die Wengerter sehen den Lohn ihrer Arbeit in den Weinbergen. Die Trauben werden gelesen und abgeliefert. Doch auch die Kellermeister erhalten ihre Meriten. Traditionellerweise werden im Oktober und November die Sieger der Weinwettbewerbe bekannt gegeben. Weinerzeuger aus den Oberen Neckarvororten konnten jetzt bei renommierten Weinwettbewerben wieder Siege einheimsen, Urkunden und Pokale mit nach Hause bringen. Den Auftakt machte das Untertürkheimer Weingut Schwarz. In der Kategorie 3 „Lemberger“ eroberte das Traditionsweingut beim Meininger Rotweinpreis mit dem 2017er Untertürkheimer Altenberg Lemberger trocken den ersten Platz. „Nach dem ersten Platz mit unserem Merlot im vergangenen Jahr konnten wir dieses Jahr mit dem Lemberger einen weiteren Überraschungssieg landen. Es ist eine schöne Bestätigung für die hervorragende Qualität unserer Weine“, freuen sich Stefanie und Ludwig Schwarz. Die beiden jungen Weinmacher zeichnen mit Vater Markus Schwarz für die Weine verantwortlich. Ganz bewusst setzt die junge Generation auf den Lemberger. „Er spiegelt unsere Region wider, hat aber eine größere Bandbreite als der Trollinger und verkörpert einen internationalen Stil“, sagen die in der internationalen Weinwirtschaft erfahrenen Weinmacher. Eine Hälfte des preisgekrönten Lembergers reifte im Barrique-Fass, die andere Hälfte in einem Fass als Zweitbelegung und traf damit den Geschmack der Weintester.

Eine Sammlung von sieben Urkunden heimste auch das Collegium Wirtemberg beim Meininger Rotweinpreis ein. Syrah, Spätburgunder, Lemberger, Merlot und eine Cuvée wurden mit Topnoten ausgezeichnet. „Das zeigt, dass wir in der Bandbreite zur Spitze gehören“, sagt Collegium-Geschäftsführer Martin Kurrle. Wenige Tage später wurde ihm diese Einschätzung von höchster Stelle bestätigt. Bei der Preisverleihung des Deutschen Vinum-Rotweinpreises errangen die Uhlbacher und Rotenberger Wengerter mit ihrer Cuvée Württemberg Reservée den dritten Platz in der Kategorie Cuvée. „Wettbewerbsleiter Rudolf Knoll hob in seiner Laudatio hervor, dass wir in den vergangenen zehn Jahren immer auf einem Treppchen standen, was für eine unglaubliche Konstanz spreche“, freut sich Kurrle. Für diese Qualität werde bereits in den Weinbergen gesorgt, gibt Kellermeister Kurrle das Lob an die Mitglieder weiter. Denn zusätzlich zur Cuvée kamen drei weitere Weine in die Vinum-Finalrunde und auch beim internationalen Weinwettbewerbe AWC Vienna errangen die Collegiums-Weine golden oder silbern glänzende Medaillen. Die Weißwein-Cuvée 325 wurde gar mit der Gold Trophäe ausgezeichnet. Ohne die Corona-Beschränkungen hätte Kurrle zur Preisverleihung in die Wiener Hofburg fahren dürfen. „Dies zeigt, dass wir im Rot- und Weißweinbereich bestens aufgestellt sind“, sagt Petra Hammer vom Collegium und fügt als ehemalige württembergische Weinkönigin stolz hinzu: „Die weiteren Auszeichnungen der Weinerzeuger in den Neckarvororten beweisen, dass sich unsere Region als Rotweinhochburg etabliert hat.“

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