Anne E. Landis erfragt unter anderem, ob Betroffene Alternativen zum Freitod geprüft haben oder ob es Hinweise gibt, dass sozialer Druck ausgeübt wird. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wie prüft man, ob ein Mensch sich frei für den assistierten Suizid entscheidet? Die Psychiaterin Anne E. Landis erklärt, wie sie vorgeht – und wie das den Lebensmut wecken kann.

Anne E. Landis hat Nein gesagt, als sie die Anfrage eines Unternehmens aus der Region bekam, das Freitodbegleitungen anbietet. Der Geschäftsführer, der gleichzeitig auch im Impressum eines Bestattungsunternehmens steht, suchte damals Experten und Expertinnen für sein Team. Eine solche ist die Stuttgarter Psychiaterin, Psychoanalytiker, Psychotherapeutin und Medizinethikerin zweifelsohne. Aber dafür, wofür man sie gewinnen wollte, hat sie nur ein Wort: „Abzocke.“ Landis, 67, hat ihre Prinzipien – und Forderungen an jene, die sie in der Pflicht sieht. Damit meint sie in erster Linie ihre Berufskollegen, die Ärzte.

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