Das Gelände des früheren Awo-Waldheims weckt Begehrlichkeiten. Foto: eh

Die seit kurzem komplett beräumte Fläche des früheren Awo-Waldheims im Gehrenwald weckt Begehrlichkeiten. Bewohner des nahen Wohngebietes wünschen sich dort einen Hundespielplatz.

Untertürkheim - Die seit kurzem komplett beräumte Fläche des früheren Awo-Waldheims im Gehrenwald weckt Begehrlichkeiten. Wie berichtet, schlägt die SPD-Fraktion im Untertürkheimer Bezirksbeirat vor, das rund 2600 Quadratmeter große Grundstück in Parzellen zu unterteilen und Kleingärten anzulegen. Fast zeitgleich haben sich Bewohner des nahen Wohngebietes mit einer Nutzungsidee ans städtische Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) gewandt: Sie wünschen sich eine Hundespielwiese. Aktiv unterstützt werden sie dabei von CDU-Bezirksbeirätin Andrea Mathiasch.

2014 wurde der Vorschlag abgelehnt

Seit einiger Zeit treffen sich etwa zehn Hundebesitzer aus Luginsland und dem Gehrenwald beim Gassigehen – meist zufällig – an jener Stelle, an der einst die Schutzhütte stand. „Dort spielen die Hunde miteinander und haben ihre Freude dabei“, berichten Fanni Frascaria und Dimitra Konstantinidou. Doch in Zeiten von Corona sei diese Stelle zu einem Konfliktpunkt zwischen spielenden Kindern, Radfahrern, Spaziergängern, Besuchern der Besenwirtschaft, Autofahrern und Hundebesitzern geworden. Damit es nicht zu Streitereien oder gar Unfällen kommt, haben sich die Tierhalter überlegt: „Eine Hundespielwiese wäre die Lösung!“ Bereits 2014 wurde neben der Bank, die als Treffpunkt dient, eine solcher Auslauffläche vorgeschlagen, erinnert Mathiasch. Diese sei vom GFF jedoch unter anderem mit Verweis auf die Mäharbeiten abgelehnt worden.

Wenigstens als Interimslösung

„Jetzt könnten wir uns sehr gut vorstellen, dass auf einem Teil des ehemaligen Awo-Geländes ein Hundespielplatz entsteht“, heißt es in einem Brief, den Frascaria und Konstantinidou bereits Mitte April an das Amt geschrieben haben. „Diese Stelle ist weit genug weg vom Spielplatz, den Anwohnern und dem Kreuzungsknotenpunkt. Wenigstens bis zur weiteren Nutzung wäre das der geeignete Ort für eine Wiese, auf der die Hunde ohne Leinenzwang und ohne Gefahr miteinander rumtoben könnten, solange wir auf der Bank miteinander reden“, heißt es darin. Um die Idee umsetzen, würden sie eine Initiative gründen und das Grundstück selbst mähen, pflegen und reinigen, bieten Frascaria und Konstantinidou an. Eine Antwort des GFF steht noch aus.

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