Eine Sanierung der Musikschule in der Scillawaldstraße 108 steht aus. Foto: Harrer (z) - Harrer (z)

Die Musikschule in Hofen soll saniert werden. Seit Jahren machen die Vereine darauf aufmerksam. Jetzt wird ein neuer Anlauf genommen mit einem Vorschlag im Bürgerhaushalt.

Hofen Der Wunsch ist nicht neu. Im Gegenteil. Seit zwölf Jahren wird darüber immer wieder gesprochen: die Sanierung der Musikschule in der Scillawaldstraße 108. Dass sich etwas tun soll, zeigt auch ein Blick in die Vorschläge des aktuellen Bürgerhaushalts der Stadt Stuttgart: Dort ist der Vorschlag unter der Nummer 50344 verzeichnet. Nicht zum ersten Mal war das Projekt für den Bürgerhaushalt vorgeschlagen.

Das im Jahre 1722 erbaute Gebäude wird heute bekanntermaßen von den Hofener Vereinen Musikverein und Gesangverein genutzt. Es ist insbesondere im Außenbereich in einem desolaten Zustand und sollte dringend saniert werden, so die Meinung von Bürgern. Die Bewertungsphase für die Vorschläge endet am 1. April. Am heutigen Abend wird im Bezirksbeirat Mühlhausen in der Sitzung ebenfalls über den Bürgerhaushalt informiert.

Die Musikschule in Hofen soll schon seit vielen Jahren saniert werden. Auch Peter Harrer vom Gesangverein Hofen macht sich seit Jahren stark für eine Sanierung des Gebäudes und hat auch der Verwaltung immer wieder Schäden mitgeteilt. „Es ist ein markantes Kulturdenkmal von Hofen“, sagt er. Auf einem Stein ist das Entstehungsjahr 1722 auf der Rückseite des Hauses markiert.

In den letzten Jahren wurde die schadhafte Treppe am Eingang des Gebäudes erneuert. Das Haus selbst jedoch wurde so belassen, wie es ist. „Erkennbares ist bis auf den heutigen Tag so gut wie nicht geschehen bis auf das Verdecken der schadhaften, das heißt der angerosteten Stahlstützen im Foyer, stellte Harrer im vergangenen Jahr fest. Im vergangenen Jahr war sogar Minister Franz Untersteller vor Ort und sich für das Haus und den Zustand interessierte und sich auch für einen Erhalt ausgesprochen hat, wie Harrer berichtete.

Aktuelle Zahlen für die Sanierung des Hauses gibt es derzeit nicht. Nach Angaben des Liegenschaftsamts vom Jahr 2015 gab es damals eine Kostenschätzung vom Hochbauamt in Höhe von 536 000 Euro zur Sanierung der Außenhülle, Dach, Fassade, Fenster und Treppe. Auch wurde im Jahr 2015 über die Punkte Vollwärmeschutz und Fenstererneuerung diskutiert. Der Vollwärmeschutz musste mit dem Denkmalamt geklärt werden, hieß es 2015 vom Liegenschaftsamt. Bei einem Vollwärmeschutz würden sich die Kosten um 75 000 Euro erhöhen, so hieß es von der Verwaltungsseite. Und: Wenn die Fenster nicht getauscht werden können, reduzieren sich die Kosten um 50 000 Euro. Zu den dringenden Aufgaben würde die Erneuerung der Dachrinnenbereiche zählen, um das Gebäude trocken zu bekommen.

Vor dem Gebäude ist eine senkrecht laufende Dachrinne notdürftig geflickt worden. Auch wurde in jüngster Vergangenheit über eine Leckstelle im Foyer diskutiert mit stark angerosteten Stahlstützen gesprochen. Die Wand wurde mit einer Sichtblende versehen. Die Hofener Bürger hoffen indes, dass das Gebäude bald saniert wird. Zuerst werden nun noch Stimmen im Bürgerhaushalt für das Projekt gesammelt.

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