Im nächsten Jahr wird das Fluchthäuschen auf dem Marktplatz verschönert. Foto: jas - jas

Das Fluchthäuschen auf dem Marktplatz wirkt etwas trist. Das soll sich im nächsten Jahr ändern. Aus Mosaik werden Vögel, die für die Neugereuter Straßennamen prägend sind, angebracht.

NeugereutDer Marktplatz hat sich in den vergangenen Jahren komplett gewandelt. Im Zuge des Projekts Soziale Stadt wurde zum Beispiel das Kinder- und Jugendhaus umgebaut und saniert, auch der Marktplatz erhielt einen neuen Belag. Etwas trist wirkt jedoch das in die Jahre gekommene Fluchthäuschen in der Mitte des Platzes. Das soll sich nun ändern. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen, der Künstlerin Frauke Löffler, die das Atelier Mosaikzauber betreibt, will Stadtplanerin Karin Lauser Farbe ins Spiel bringen. Der graue Betonsockel des Häuschens soll mit bunten Glasmosaiksteinen verziert werden. Bei den Motiven wird Bezug zum Stadtteil genommen. „Wir wollen die Vögel, die auch in den angrenzenden Straßennamen vorkommen, abbilden“, sagt Lauser. Passanten dürfen sich also auf Marabus, Flamingos, Pelikane und vieles mehr freuen. Die Motive werden etwa 20 bis 40 Zentimeter groß sein und auf blauem und grünen Hintergrund, der ebenfalls aus Mosaiksteinen besteht, abgebildet.

Die Motivauswahl treffen die Ehrenamtlichen gemeinsam mit der Künstlerin in Workshops. Zunächst müssen die Druckvorlagen beschafft werden, anschließend wird überlegt, welcher Vogel mit welchen Farben und welchen Steinen gestaltet wird. Die Vorbereitungen sollen im Mai fertig sein. Anschließend wird der Betonsockel so aufgearbeitet, dass ein passender Untergrund für die Mosaiksteine entsteht. Wenn alles nach Plan verläuft, sollte das Fluchthäuschen bis im Herbst nächsten Jahres verschönert sein, sagt Lauser.

Die Kosten für das Projekt – im Moment kalkulieren die Stadtplaner mit etwa 3500 Euro – werden aus dem Verfügungsfonds für die Soziale Stadt finanziert. Bereits seit zehn Jahren wird über das Bund-Länder-Programm der Sozialen Stadt Neugereut der Stadtteil in verschiedenen Bereichen erneuert. Stadtteilmanagerin Ute Kinn und Stadtplanerin Karin Lauser zogen bereits positive Bilanz über die Arbeit. Zu großen bereits umgesetzten Maßnahmen, die die neue Mitte prägen, zähle das sanierte und erweiterte Kinder-, Jugend- und Bürgerhaus. Es ist 2017 in Betrieb gegangen. Ein Jahr später wurde das Stadtteil- und Familienzentrum eröffnet, das seit Juli vergangenen Jahres von Nadja Pauzar geleitet wird. Das Fluchthäuschen ist übrigens ein Fluchtausgang für die Tiefgarage unter dem Marktplatz, die wiederum zum angrenzenden Supermarkt gehört. Auch die Decke der Tiefgarage wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten umgebaut.

Eine Informationsveranstaltung zum Projekt findet am Dienstag, 14. Januar um 18 Uhr im Bürgersaal Neugereut, Flamingoweg 24, statt. Wer mithelfen will, ist herzlich willkommen-

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