Für das Mädchen kam trotz Notarzteinsatz jede Hilfe zu spät. (Symbolfoto) Foto: picture alliance / Andreas Geber/Andreas Gebert

Zum Fall eines mutmaßlichen Tötungsdelikts in nordrhein-westfälischen Viersen kommen neue Details ans Licht. Die tatverdächtige Erzieherin soll ihre Stelle kurz vor dem Tod eines dreijährigen Mädchens gekündigt haben.

Viersen - Im Fall des mutmaßlichen Tötungsdelikts an einer Dreijährigen aus einer Kita im nordrhein-westfälischen Viersen hat die Stadt am Donnerstag erstmals Einzelheiten zu der inhaftierten Erzieherin genannt. Demnach arbeitete die 25-Jährige seit Jahresbeginn in der Kita, kündigte Mitte April die Stelle und hatte am 22. April ihren letzten Arbeitstag - einen Tag, nachdem das Mädchen aus der Kita ins Krankenhaus gebracht worden war.

Das Kind starb am 4. Mai in der Klinik. Am 21. April, dem mutmaßlichen Tattag, hatte es in der Kita einen Notarzteinsatz gegeben, weil die Dreijährige nicht mehr atmete. Aufgrund einer medizinisch unklaren Lage verständigte das Krankenhaus am 29. April die Polizei. Umfangreiche Ermittlungen und eine rechtsmedizinische Untersuchung führten dann zu dem Verdacht, dass das Mädchen durch Fremdeinwirkung zu Tode kam.

Die 25-jährige Erzieherin wurde in der Folge am 19. Mai festgenommen und sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft und Polizei wollen am Donnerstagnachmittag erstmals Einzelheiten zu dem Fall nennen. In den vergangenen Tagen schwiegen die Behörden mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen zu Details.

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