Setzt nach der fünften Gelben Karte aus: Der Kapitän des VfB Stuttgart, Gonzalo Castro (oben). Foto: Baumann

Da Gonzalo Castro gesperrt fehlt, sucht Trainer Pellegrino Matarazzo einen neuen Mannschaftsführer für das Spiel in Dortmund.

Stuttgart - Ohne seinen Kapitän an Bord tritt der VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Dortmund an. Gonzalo Castro ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt. Insgesamt war es in der Karriere des 33-Jährigen sogar seine 75. Verwarnung.

Damit rangiert der Mittelfeldspieler (393 Einsätze) an der Spitze der noch aktiven Bundesliga-Fußballer. Castro ist es also durchaus gewohnt, mal auszusetzen. Doch bei seinem ehemaligen Arbeitgeber wäre er natürlich gerne dabei gewesen. Nun muss ihn der Trainer Pellegrino Matarazzo gleich doppelt ersetzen – als Mittelfeldmann und als Spielführer.

Kapitän soll richtige Impulse geben

„Ich habe noch nicht entschieden, wer die Mannschaft auf das Feld führt“, sagt Matarazzo. Denn der Coach hatte sich zu Saisonbeginn nur auf Castro festgelegt. Bei einem Ausfall wollte er je nach Situation entscheiden, wem er das Amt dann überträgt. „Ich werde mir überlegen, welches Element wir in Dortmund bevorzugt benötigen“, sagt der Trainer. Braucht es also mehr einen Kämpfer, dann dürfte Marc Oliver Kempf die Binde erhalten. Der Abwehrspieler trug sie vergangene Saison immer und übernahm sie zuletzt, als Castro ausgewechselt wurde.

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Bevorzugt Matarazzo aber einen stillen Führungsstil, dann dürfte Wataru Endo ein Kandidat sein. Der Japaner überzeugt wie Kempf durch gute Leistungen und erfüllt im Mittelfeld stets zuverlässig seinen Auftrag. Vielleicht gibt es aber auch eine ganz andere Lösung. Fraglich ist zudem noch der Einsatz von Nicolas Gonzalez und Daniel Didavi. Sie könnten im Gegensatz zu Atakan Karazor (Knieprobleme) aber eine Option für Dortmund werden, wenn sie weiter schmerzfrei mit der Mannschaft trainieren.

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