Gonzalo Castro ist unser Spieler des Spiels der Pokalpartie in Rostock. Foto: Baumann

Beim Erstrundensieg des VfB Stuttgart im DFB-Pokal gegen den FC Hansa Rostock zeigte der neue VfB-Kapitän, warum er von Trainer Pellegrino Matarazzo dazu bestimmt wurde. Gonzalo Castro ist aber nicht nur deswegen unser Spieler des Spiels.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat seine Auftaktpartie im DFB-Pokal mit 1:0 (1:0) gegen Hansa Rostock gewonnen und wartet nun gespannt auf das Los für die zweite Runde, die kurz vor der Winterpause erfolgen wird (22./23. Dezember). Es war ein ordentlicher Auftritt, der dennoch „Raum für Erkenntnisse und Analyse“ ließ, wie es VfB-Sportchef Sven Mislintat tags danach ausdrückte. Er bezog sich damit auf gewisse Spieldetails wie das Auslassen von Kontern und die nicht immer sauber aufgelösten Drucksituationen durch die nimmermüden Angriffe der Kogge.

Aus unserem Plus-Angebot: Warum der Sieg beim FC Hansa so wertvoll ist

Eine weitere Erkenntnis dürfte ebenso beim Sportchef gereift sein, auch wenn er dies nicht zur Sprache brachte: Die Entscheidung, Gonzalo Castro zum Kapitän zu machen, scheint die richtige gewesen zu sein. Der Mittelfeldspieler zeigte eine ansprechende Partie. Ging voran, trieb an, initiierte Angriffe und garnierte seine Leistung noch mit dem einen oder anderen Leckerbissen, wie etwa dem Hackenpass vor der VfB-Großchance durch Darko Churlinov (67. Minute), mit der der VfB die Partie eigentlich hätte zu machen müssen. Nicht nur deswegen erhielt er von unserer Redaktion die Spielnote 2 für seinen Auftritt (Lesernote: 3, Stand Montag 13 Uhr)

Lesen Sie hier: „Silas Wamangituka macht den Unterschied“

Noch eindrücklicher aber als Castros persönliche Leistung waren die vielen kleinen Momente, die aufzeigten, wie er seine neue Rolle auszufüllen gedenkt. Er war als einer der ersten da und munterte auf, als dem sonst so zuverlässigen Wataru Endo der katastrophale Fehlpass in der 62. Minute unterlief, den John Verhoek nicht zum Ausgleich nutzen konnte. Er coachte vor allem die jungen Kräfte um Roberto Massimo und Sasa Kalajdzic intensiv, zeigte immer wieder Laufwege an und Räume auf. Kurzum: Er agierte als verlängerter Arm des Trainers auf dem Feld und kümmerte sich um Gruppendynamik und Zusammenhalt. Deshalb ist Gonzalo Castro unser Spieler des Spiels.

In der Bildergalerie haben wir die detaillierte Einzelkritik unserer Redaktion noch einmal für Sie zusammengestellt. Noch bis diesen Dienstag, 17 Uhr, können auch Sie die VfB-Spieler hier in unserem Notentool bewerten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: