Daniel Didavi (rechts) gehört zu den Stützen des VfB Stuttgart. Foto: Baumann/Cathrin Müller

Der VfB Stuttgart blickt dem Start in die Fußball-Bundesliga mit Zuversicht entgegen.

Stuttgart - Die Fahrräder stehen schon bereit, als der Endspurt für den Bundesliga-Auftakt beginnt. Am Sonntagabend um halb neun ist der Tross des VfB Stuttgart von der erfolgreichen Pokalreise aus Rostock zurückgekehrt, am nächsten Vormittag um halb elf begeben sich die Spieler aus der Startelf auf eine Radtour am Neckar, um die Müdigkeit aus den Beinen zu treten. Die Saison hat begonnen, von jetzt an geht es Schlag auf Schlag.

Einen freien Tag wird es in dieser Woche nicht geben. Am Samstag (15.30 Uhr) wartet mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg die nächste und noch bedeutendere Standortbestimmung auf den Bundesliga-Aufsteiger aus Bad Cannstatt. Umso wichtiger, dass sich der VfB mit dem 1:0 in Rostock Selbstvertrauen geholt hat und fürs Erste mit dem guten Gefühl in die Liga gehen kann, die Hausaufgaben in der Vorbereitung gemacht zu haben.

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Zum dritten Mal in Serie gastierten die Stuttgarter im Pokal an der Ostsee – erstmals traten sie über weite Strecken so auf, wie es sich im Duell mit einem Drittligisten gehört. Zwar machte es sich der VfB unnötig schwer, indem er nicht frühzeitig die Entscheidung erzwang und in der hektischen Schlussphase in arge Bedrängnis geriet. Unterm Strich aber löste der Favorit die Pflichtaufgabe durchaus seriös.

Guter Härtetest

Als „guten Härtetest“ wertet VfB-Chef Thomas Hitzlsperger das Pokalspiel – weiß aber gleichzeitig, dass der SC Freiburg seiner Mannschaft mehr abverlangen wird. Gut zu wissen also, dass das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo über eine stabile Mittelachse zu verfügen scheint. Torwart Gregor Kobel war mit bärenstarkem Reflex zur Stelle, als er benötigt wurde; Marcin Kaminski gab einen umsichtigen Abwehrchef. Davor unterlief Wataru Endo zwar ein so ungewohnter wie kapitaler Fehler, der Japaner überzeugte ansonsten aber wieder als „unser Bodyguard“, wie Sportdirektor Sven Mislintat meint. Und im offensiven Mittelfeld deuteten auch die Routiniers Daniel Didavi und Gonzalo Castro dringend benötigte Führungsqualitäten an. „Das sind die Jungs, die schon etwas länger Fußball spielen und deshalb für uns sehr wichtig sind“, sagt Mislintat.

Ob im Angriff Sasa Kalajdzic den Ausfall von Nicolas Gonzalez kompensieren kann, bleibt fraglich. Größer sind die Hoffnungen, die auf Silas Wamangituka ruhen, der beim Siegtreffer genau dort stand, wo ein Stürmer stehen muss.

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