Vor dem Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart hat die Polizei beim Fanmarsch der Anhänger von Feyenoord Rotterdam alle Hände voll zu tun. Auch ein Wasserwerfer kommt zum Einsatz.
Es hat mächtig geknallt am Donnerstagabend auf der Benzstraße im Stuttgarter Stadtteil Untertürkheim: Die Fans vom niederländischen Club Feyenoord Rotterdam haben bei ihrem Fanmarsch zur MHP-Arena immer wieder Pyrotechnik eingesetzt und Feuerwerksraketen in Richtung Himmel geschossen. Es kam zu Festnahmen wegen des Abbrennens von Pyrotechnik
Vom Karl-Benz-Platz aus wurden die Gäste-Anhänger von einem massiven Polizeiaufgebot zum Europa-League-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem niederländischen Tabellenführer begleitet. Doch für die kurze Strecke von rund zwei Kilometern haben sie mehr als eine Stunde gebraucht.
Feyenoord-Fans haben sich kurzzeitig mit Baustellenmaterial „bewaffnet“
„Aufgrund von verschiedenen Störungen und vereinzelten Straftaten musste der Marsch durch uns mehrfach unterbrochen werden“, informiert die Polizei Stuttgart auf ihrem X-Account. Die Feyenoord-Fans hatten während des Fanwalks „massiv“ Pyrotechnik eingesetzt – und dadurch kurzzeitig auch einen Strauch an der Benzstraße in Brand gesetzt. Einer der Wasserwerfer löschte das kleine Feuer aber zügig – und für die letzten Glutnester im Gebüsch rückte die Feuerwehr an.
Zwischenzeitlich haben sich die Fans auch Zugang zu einer nahe gelegenen Baustelle verschafft – und sich mit „Baustellenmaterial bewaffnet“, berichtete ein Polizeisprecher unserer Zeitung. Nach dem die Polizei drohte, einen der Wasserwerfer einzusetzen, ließen sie die Baustellen-Gegenstände wieder fallen.
Zuvor hatten sich die Fans im Schlossgarten mit Techno-Musik in Stimmung gebracht – und mit ihren Feyenoord-Stickern an etlichen Stellen verewigt. Die Bilder danach zeigten einen leicht verwüsteten Biergarten, doch Wirtin Sonja Merz gab sich zufrieden: „Es war alles friedlich, wir hatten super Wetter. Also wir können uns nicht beschweren.“