Für das nächste VfB-Spiel in der Europa League gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Wer nicht 90 Minuten vor Anpfiff vor Ort ist, droht diesen zu verpassen.
Wenn der VfB Stuttgart am kommenden Donnerstag (18.45 Uhr) in der Europa League Maccabi Tel Aviv empfängt, steht nicht nur der Sport im Fokus: Das Gastspiel des israelischen Erstligisten wird mit Blick auf den Nahostkonflikt von einem Großeinsatz der Polizei begleitet.
Zwar liegen dem Landeskriminalamt laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Stuttgart keine konkreten Gefährdungserkenntnisse aus dem Bereich der politisch motivierten Kriminalität vor, das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachte aber seit Längerem den erklärten Willen von Islamisten, Anschläge im Westen zu verüben.
Das wiederum hat in der nächsten Woche rund um das Spiel deutlich erhöhte Sicherheitsvorkehrungen zur Folge, die auch die Fans des VfB merken werden. Am Einlass finden intensivierte Kontrollen statt, bei denen unter anderem Metalldetektoren zum Einsatz kommen. Rucksäcke oder Taschen können zudem generell nicht mit ins Stadion genommen werden, hier stehen Verwahrmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Tore der Arena öffnen zwei Stunden vor Spielbeginn
Da der Einlass entsprechend mehr Zeit als gewohnt in Anspruch nehmen wird, empfiehlt der VfB dringend eine frühzeitige Anreise – und wird deutlich: Wer nicht um 17.15 Uhr – und damit 90 Minuten vor Spielbeginn – an der MHP-Arena eintreffe, müsse damit rechnen, den Anpfiff zu verpassen. Weiter heißt es: „Eine Reduzierung oder Beschleunigung der Kontrollmaßnahmen zu Spielbeginn hin wird es nicht geben.“ Die Arenaöffnung erfolgt wie üblich zwei Stunden vor Spielbeginn um 16.45 Uhr.
Im Stadion selbst dürfen dann dem VfB zufolge außerhalb der Cannstatter Kurve und des Gästefanbereichs „keinerlei Fahnen, Flaggen, Banner, Schilder, Botschaften oder Fan-Utensilien mit Ausnahme von Trikots, Fanschals und Fanmützen getragen oder gezeigt werden.“ Der Ordnungsdienst sei angehalten, sofort gegen jegliche Form von Störung oder provozierendem Verhalten auf den Zuschauerrängen einzuschreiten und Personen im Fall eines Verstoßes des Stadions zu verweisen.
„Mit dem Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv verbinden wir nicht nur einen europäischen Fußballabend, sondern auch die Verantwortung, ein Zeichen für Respekt und ein faires Miteinander zu setzen“, sagt der Stuttgarter Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle. Die MHP-Arena sei und bleibe ein Ort des Fußballs, der Fankultur, der positiven Emotionen und der Gastfreundschaft.