Die Stadt will am Fußgängerüberweg in der Wasenstraße einen sogenannten Z-Übergang einrichten. Foto: Mathias Kuhn

Die Stadt will den Fußgängerüberweg in der Wasenstraße sicherer machen. Ein Z-Übergang wird eingerichtet. Die Idee, die Eybacher Straße in eine falsche Einbahnstraße zu verwandeln, wird aber abgelehnt.

Wangen - An der Kreuzung Wasen-/Eybacher-/Donzdorfer Straße kommt es immer wieder zu brenzligen Verkehrssituationen – nicht nur mit Autos. Auch Fußgänger laufen immer wieder Gefahr, von Stadtbahnzügen erfasst zu werden. Dieses Risiko will die Straßenverkehrsbehörde jetzt minimieren. Im Kurvenbereich soll kommendes Jahr ein sogenannter Z-Übergang angelegt werden, berichtete Bezirksvorsteherin Beate Dietrich in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung.

Die Verkehrsplaner wollen es aber beim Z-Übergang nicht belassen. Der sicherere Übergang bringt weitere Veränderungen mit sich. Damit die Autofahrer aus der Eybacher Straße besser ausfahren können, wollen die Verkehrsplaner an der Ausfahrt der Eybacher Straße eine neue Lichtsignalanlage aufstellen. Autofahrer müssten dort auf die Grünphase warten. Die wartenden Fahrzeuge bringen wiederum Schwierigkeiten für jene mit sich, die von der Wasenstraße in die Eybacher Straße abbiegen wollen. „Auf der linken Seite liegen Senkrechtparkbuchten und auf der gegenüberliegenden Straßenseite werden Fahrzeuge am Straßenrand geparkt. Wenn dann noch Autos vor der Ampel warten, kann es für den Abbieger zu eng werden“, argumentieren die Stadtplaner.

Was tun? Die Anzahl der Parkplätze sollte möglichst nicht reduziert werden – in dem Wohnviertel herrscht jetzt bereits Parkplatznot. Deswegen wollen die Verkehrsplaner eine sogenannte falsche Einbahnstraße anordnen: Das Abbiegen von der Wasenstraße in die Eybacher Straße sollte verboten werden. Autofahrer könnten dann von der Eybacher Straße nur in die Wasenstraße einbiegen oder von der Kuchener Straße in Richtung Eybacher und Helfensteinstraße abbiegen.

Gegen den Vorschlag regte sich Widerstand bei den Bezirksbeiräten. „Das ist unpraktikabel“, stellte die Mehrheit der Bürgervertreter fest. Wer vom Marktplatz kommt, müsste dann über die Degenfelder Straße in die Kuchener zur Eybacher Straße fahren. Noch umständlicher würde es für die Autofahrer, die von der Wangener Straße und der Katholischen Kirche kommen. „Sie müssten wie bisher links über die Stadtbahngleise abbiegen, einen U-Turn machen und könnten dann nur noch über die Weißensteiner und Helfen-steinstraße zur Eybacher Straße oder zum Festplätzle fahren“, skizzierte CDU-Bezirksbeirat Marijan Laszlo die künftige Fahrtroute. Dies wäre nicht nur umständlich, sondern auch eine zusätzliche Verkehrsbelastung für die Anwohner.

Bei einem Lokaltermin schauten sich die Verkehrsplaner, Beate Dietrich und einige Wangener, darunter Marijan Laszlo, die Situation vor Ort nochmals an. „Die Planer haben die Einwände und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger mit Wohlwollen aufgenommen, werden die Planungen überdenken und sie dann nochmals den Bezirksbeiräten vorstellen“, sagt Bezirksvorsteherin Dietrich.

Laszlo hofft, dass das geplante Abbiegeverbot vom Tisch ist. „In der Eybacher Straße eine weitere Ampel zu installieren. Und eine falsche Einbahnstraße einzurichten, kostet unnötig Geld und hilft wenig weiter“, meint der Bezirksbeirat. Der Z-Übergang sei eine willkommene Verbesserung und trage zur Sicherheit der Fußgänger bei. Dazu müsse man eventuell den ampelgeregelten Übergang eine Kleinigkeit in Richtung Katholische Kirche verschieben. Aber ansonsten solle die Stadt die Verkehrsbeziehungen nicht verändern. „Wer aus der Eybacher Straße ausbiegen will, muss dann wie bisher notfalls etwas warten, bis er einbiegen kann.“

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