Humor der einfacheren Art: Was lustig ist und was nicht, ist eine Frage der Perspektive. Foto: shangarey - stock.adobe.com/Shangarey Julia

Wieso Mädchen über andere Dinge lachen als Jungs. Und warum Kinder im Allgemeinen Ironie lange nicht verstehen, dafür aber ihr eigenes Verständnis von Humor entwickeln, über das Erwachsene oft nur müde lächeln können.

Stuttgart - „Na, das hast du ja toll hingekriegt!“ Wasser tropft vom Tisch auf die Hose und die Hausschuhe des Mädchens. Dieses strahlt seine Erzieherin an. Ja, der Becher ist wirklich schön umgefallen. Und diese große Pfütze! Doch dann bemerkt sie deren genervten Gesichtsausdruck. Jetzt seufzt sie auch noch. Warum freut sie sich denn nicht? Das Mädchen patscht vorsichtig mit der Hand ins Wasser. Vielleicht muss es mehr spritzen? „Jetzt reicht es aber mit der Sauerei“, schimpft die Erzieherin los. Das Mädchen ist verwirrt, fängt an zu weinen. Für Erwachsene ist Ironie eine beliebte, gern eingesetzte Form von Humor. „Für Kinder dagegen ist Ironie ein ganz schwieriges Thema“, sagt Gabriele Haug-Schnabel, die als Entwicklungsforscherin in Kandern die Forschungsgruppe „Verhaltensbiologie des Menschen“ leitet.

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