Die Polizei muss in den eigenen Reihen ermitteln. Foto: dpa/Marijan Murat

Mehrere Polizeibeamte aus Baden-Württemberg, darunter vier aus Stuttgart, stehen im Verdacht, Bilder und Videos mit volksverhetzenden Inhalte ausgetauscht zu haben. Durch ein anderes Verfahren sind die Ermittler ihren Kollegen auf die Spur gekommen.

Stuttgart - Bedenkliche Bilder und Videos auf den Handys von acht Polizeibeamten aus Stuttgart sind der Gegenstand von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Ludwigsburg: Die Beamten sollen Bilder und Videos untereinander verschickt haben, die als volksverhetzend einzustufen sind. Außerdem sollen sie Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf den Handys gehabt haben. In diese Kategorie fällt zum Beispiel das Hakenkreuz als Symbol der Nationalsozialisten. Insgesamt solle die Aufnahmen auf den Mobiltelefonen von neun Personen aufgetaucht sein, so der Stand der Ermittlungen. Gegen fünf Beamte und den Angehörigen eines der Polizisten wird strafrechtlich ermittelt. Gegen drei weitere Beamte, bei denen der Anfangsverdacht der Volksverhetzung nicht erfüllt sei, ermittele die Stuttgarter Staatsanwaltschaft nicht, teilte deren Sprecherin Melanie Rischke mit. Aus Neutralitätsgründen ermitteln keine Stuttgarter Polizisten in dem Fall. Das Ludwigsburger Polizeipräsidium hat das Verfahren übernommen – damit niemand gegen Kollegen aus den eigenen Reihen ermitteln muss, erläutert ein Sprecher der Polizei.

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