Die Indizien für eine Affäre sind nicht immer so eindeutig wie in diesem Fall. Foto: Pixabay.com © Tumisu CCO Public Domain

Die Corona-Pandemie hat viele Bereiche unseres Lebens verändert. Auch auf das Fremdgehen wirkt sich das Virus in unterschiedlicher Form aus. Zum Beispiel, wenn die Arbeit aktuell in das Home-Office verlagert wurde und deshalb kaum noch Kontakt zur Büroaffäre besteht. Oder wenn abendliche „Geschäftstermine“ nun nicht mehr stattfinden können. Grund zum Aufatmen für Betroffene? Mitnichten, denn Fremdgeher können mitunter sehr kreativ werden. 

Corona erschwert Affären, beendet sie aber nicht

Karin freut sich, dass ihr Mann Klaus nun am Abend wieder regelmäßig zuhause ist. Vor der Corona-Pandemie war es üblich, dass er ein bis zwei Abende in der Woche mit Geschäftspartnern verbringen musste. Der Verdacht, dass es sich dabei nicht immer um ein Geschäftsessen handelte, kam Karin dabei erst im Laufe der Zeit. Vor allem, weil Klaus irgendwann damit begann, sein Mobiltelefon vor ihr zu verstecken und es mit einem Sperrcode zu versehen.

Warum Karin das weiß? Weil das auffällige Verhalten von Klaus sie dazu veranlasste, sein Telefon zu checken. Moralisch findet sie das nicht ok, aber die Angst, dass da wer in ihre langjährige Beziehung funken könnte, war größer. Doch außer ein paar weiblichen Namen, die ihr nichts sagten, konnte Karin nichts Ungewöhnliches feststellen. Deshalb beschloss sie zwar, hellhörig zu bleiben, die Sache aber grundsätzlich auf sich beruhen zu lassen.

Dann kam Corona und mit den regelmäßigen Geschäftsessen war es schlagartig vorbei. Was dennoch blieb, war ein ungutes Gefühl in der Magengegend, das Karin regelmäßig beschlich. Denn das Verhalten ihres Mannes war nach wie vor etwas ungewöhnlich. Unter fadenscheinigen Gründen verließ er immer öfter die Wohnung und kam oft erst Stunden später wieder nach Hause. Begründet hat er diese Ausflüge mit erforderlichen Abstimmungen im Büro.

Irgendwann rief Hannes, ein Arbeitskollege von Klaus bei Karin an und fragte sie, ob er ihn sprechen könne, da er ihn auf seinem Telefon nicht erreichen konnte. Dummerweise genau jener Hannes, von dem Klaus am Abend behauptete, ihn im Büro getroffen zu haben.

Karin will es nun ganz genau wissen

Das Bauchgefühl scheint Karin also nicht getäuscht zu haben. Klaus hat etwas vor ihr zu verbergen. Trotzdem hat sie große Angst davor, ihn direkt damit zu konfrontieren. Schließlich könnten hinter seinem ungewöhnlichen Verhalten auch andere Ursachen stecken. Vielleicht steckt er in Schwierigkeiten, hat finanzielle Probleme oder ist gar krank.

Karin bekommt fast ein schlechtes Gewissen dabei, wenn sie ihren Frank nun beschuldigt, eventuell eine Affäre mit einer anderen Frau zu haben. Dennoch macht ihr die Ungewissheit zu schaffen und sie möchte endlich wissen, was hinter dem ungewöhnlichen Verhalten ihres Ehemanns steckt.

Also beauftragt sie eine Detektei in Stuttgart damit, der Sache genauer auf den Grund zu gehen. Etwas mulmig war ihr dabei, weil sie die Angelegenheit nicht irgendeinem unseriösen Schnüffler übergeben wollte. Mit ein wenig Recherche fand sie jedoch heraus, dass es mit der Norm DIN SPEC 33452 eine TÜV-Zertifizierung für Detekteien gibt, die die Erbringung professioneller, seriöser und vor allem rechtskonformer Ermittlungsdienstleistungen auf höchstem Niveau sicherstellt.

Die Wahl für besagte Detektei scheint die richtige gewesen zu sein, denn schon kurze Zeit später bekommt Karin genau das, was sie wollte. Oder besser: Was sie nicht wollte. Anhand von entsprechenden Fotografien und Videos der Stuttgarter Detektive konnte sie sehen, wie Klaus in der Seenlandschaft am Rande des Rosensteinparks händchenhaltend in weiblicher Begleitung durch die Straßen schlenderte. Weitere Fotos mit Umarmungen und innigen Küssen dienten als endgültiger Beweis: Klaus hat tatsächlich eine Affäre und auch das Corona-Virus hat ihn nicht daran gehindert, diese zu beenden.

Als Klaus an diesem Abend vom „Büro“ nach Hause kommt, konfrontiert sie ihn mit den Fotos. Klaus bleibt nichts anderes übrig, als die Affäre zu gestehen. Ob Klaus die Affäre oder die langjährige Beziehung beendet hat, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

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Eindeutige Fotos eines professionellen Detektivs bringen oft traurige Gewissheit.  

Klaus ist überall

So wie es Karin mit Klaus ergangen ist, geht es in Deutschland ganz vielen Frauen und auch Männern. Laut Statistiken liegt die Fremdgehrate hierzulande bei etwa 40 Prozent. Auch wenn es für viele auf den ersten Blick so aussieht, als wäre Fremdgehen in Zeiten von Corona nicht mehr möglich, stellt sich das in den meisten Fällen als Irrglaube heraus. „Wer will, findet Wege“ lautet ein bekannter Spruch und der trifft auch auf Affären zu. Irgendwo findet sich immer ein passendes Plätzchen, um die Leidenschaft auszuleben.

Die Frage ist, was bei dem Verdacht der Untreue in einer Beziehung unternommen werden soll, wenn sich das ungute Gefühl in der Magengegend zu einem konkreten Verdacht erhärtet. Stillschweigen ist in diesem Fall die schlechteste Lösung, gleich danach kommt der persönliche Angriff.

Das Ziel muss also eine partnerschaftliche Auseinandersetzung sein, in deren Rahmen der Sachverhalt genau geklärt werden soll. Im Idealfall läuft dieses Gespräch ohne große Emotionen wie Wut und Trauer ab, in der Praxis ist das jedoch nicht so einfach umzusetzen.

Vor der Konfrontation ist es wichtig, dass sich der Betroffene überlegt, was er damit erreichen möchte. Reicht die Gewissheit aus, dass es tatsächlich eine Affäre gibt oder sollen auch Details in Erfahrung gebracht werden? Soll die Beziehung anschließend weitergeführt oder sauber beendet werden?

Die Ergebnisse solcher Gespräche können unterschiedlich ausfallen. Sie reichen von „Alles zugeben“ bis zur kompletten Verleugnung. Wobei beim Zugeben dennoch oft nur die Spitze des Eisberges und nicht das gesamte Ausmaß zur Sprache kommt, um sich selbst zu schützen und den Partner nicht zu sehr zu verletzen.

Ob die Beziehung nach solch einer Konfrontation weitergeführt wird, hängt vor allem davon ab, wie groß das Vertrauensverhältnis noch ist. Beide Partner müssen bereit dazu sein, an der Beziehung zu arbeiten. Dabei muss Klarheit darüber herrschen, dass der Aufbau des Vertrauens oft Monate, in manchen Fällen sogar Jahre dauern kann. Wer langfristig trotz aller Bemühungen zu der Erkenntnis kommt, dass er seinem Partner nicht mehr vertrauen kann, sollte die Beziehung beenden. Denn auch das kann sich in vielen Fällen als Erlösung herausstellen.  

Ob Klaus und Karin es noch einmal geschafft haben? Wir würden es ihnen wünschen.

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