Maximal 12 240 Badegäste durften pro Tag in den Freibädern begrüßt werden. Foto: LG/Max Kovalenko

Die Stadt ist mit der zweiten Freibadsaison unter Pandemie-Bedingungen zufrieden. Das schlechte Wetter hat sich auf die Zahlen ausgewirkt.

Untertürkheim - In allen Stuttgarter Freibädern war die Saison am Sonntag, 12. September, zu Ende. Die Stuttgarter Bäder ziehen eine insgesamt positive Bilanz der zweiten Freibadsaison unter Pandemie-Bedingungen, deren Gegebenheiten und Herausforderungen mit wenigen Änderungen wie im Vorjahr ablief. Das mit dem Gesundheitsamt abgestimmte Hygienekonzept zum Infektionsschutz habe sich in der Praxis weiterhin bewährt. Zusätzlich zu den E-Tickets mussten die Einlasskräfte von Beginn der Saison am 27. Mai bis Ende Juni die 3G-Nachweise (geimpft, genesen, getestet) kontrollieren, was besonders an sehr heißen Tagen trotz beschränkter Besucherzahl teils zu Verzögerungen beim Einlass führen konnte.

4000 Besucher mehr als 2020

Vor dem Hintergrund des verkürzten Öffnungszeitraums, den Beschränkungen der täglichen Besucherzahl und des häufig wenig sommerlichen Wetters sind die Stuttgarter Bäder mit den insgesamt 379 982 Freibadbesuchern zufrieden. Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bäder: Freibad Möhringen 67 749, Freibad Rosental 114 385, Freibad Sillenbuch 23 409, Höhenfreibad Killesberg 90 266. Im Inselbad wurden 84 173 Badegäste begrüßt, in etwa halb so viel wie in den Jahren vor der Pandemie und 4000 mehr als in der Saison 2020. Allerdings dauerte sie coronabedingt nur vom 15. Juni bis zum 13. September.

Nachfrage an heißen Tagen zu groß

2021 standen in den gut dreieinhalb Öffnungsmonaten 997 Zeitfenster zur Verfügung. Die Nachfrage nach Tickets war an sehr sommerlichen Tagen größer als das zur Verfügung stehende Kontingent. Immerhin konnten die Kontingente im Laufe der Saison sukzessive erhöht werden. Zum Saisonstart standen täglich 7350 E-Tickets zur Verfügung, ab 28. Juni bis zum Ende der Saison waren es täglich 12 240.

Auch die Stuttgarter Bäder hatten in diesem Sommer unter dem branchenspezifischen Personalmangel zu leiden. So konnte das Inselbad ab 14. Juni nur mit einem Zeitfenster betrieben werden, um genügend Personal für die Öffnung des Mineralbads Berg (ab 14. Juni) und des Leuze (ab 21. Juni) einsetzen zu können.

Mehr Platz kommt bei Badegästen gut an

Überwiegend positiv äußerten sich die Badegäste zu ihren Freibadbesuchen. Vielfach gelobt wurden das freundliche Personal, das Schwimmen auf festgelegten Bahnen und der wegen der Abstandsregeln meist ausreichend zur Verfügung stehende Platz in den Schwimmbecken. Auf sehr positive Resonanz stieß laut der Stadt der modifizierte telefonische Kartenvorverkauf. Die telefonisch verbindlich reservierten Tickets konnten an der jeweiligen Freibadkasse abgeholt und bezahlt werden.

Öffnung sei die richtige Entscheidung

Bäderchef Alexander Albrand ist sehr zufrieden mit der nun abgeschlossenen Freibadsaison: „Die Entscheidung, alle fünf Freibäder am 27. Mai wieder unter Pandemiebedingungen zu öffnen und der Stuttgarter Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, einen Teil ihrer Freizeit in unseren Bädern zu verbringen, erwies sich in jeder Hinsicht als richtig.“ Nach der Schließung der Freibäder müssen die Besucher bei sonnigem Wetter nicht auf das Schwimmen und Sonnenbaden im Freien verzichten: In den Außenbecken und auf den Liegewiesen im Leuze und im Mineralbad Berg, im Außenbereich des SoleBad Cannstatt sowie ab 21. September im Hallenbad Zuffenhausen, ab 27. September im Hallenbad Sonnenberg und ab 28. September im Leo-Vetter-Bad lassen sich sonnige Herbsttage genießen.

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