Acht Prozent weniger junge Leute haben ein Bachelorstudium an der Uni Stuttgart begonnen. Foto: Uni Stuttgart/Uli Regenscheit

Die Uni Stuttgart erlebt im Wintersemester eine veränderte Nachfrage, auch coronabedingt. Besonders deutlich spüre man das Fernbleiben von Studierenden aus dem Ausland.

Stuttgart - An der Uni Stuttgart haben sich zum Wintersemester acht Prozent weniger Bachelorstudierende eingeschrieben als im Vorjahr. Bei den internationalen Studierenden ist die Zahl der Erstsemester sogar um rund 40 Prozent zurückgegangen. Insgesamt haben an der Uni Stuttgart 3463 (Vorjahr 3746) junge Leute ein Studium begonnen. Deutliche Rückgänge verzeichnen insbesondere traditionell starke Studiengänge wie Maschinenbau (30 Prozent) sowie Fahrzeug- und Motorentechnik (15 Prozent). Aber auch Technisch orientierte BWL (25 Prozent), Informatik (17 Prozent) und Architektur und Stadtplanung (14 Prozent) sind nicht mehr so gefragt.

Zulauf bei verschiedenen Fachrichtungen

Zuwächse bei den Einschreibungen gibt es hingegen bei Simulation Technology (30 Prozent), Technischer Kybernetik (35 Prozent) sowie Englisch (26 Prozent) und Chemie (24 Prozent). Auch Mathelehrer (21 Prozent) wollen wieder mehr junge Leute werden. Zulauf haben auch Chemie- und Bioingenieurwissenschaften (12 Prozent) sowie Bauingenieurwesen (14 Prozent). Der Stuttgarter Unirektor Wolfram Ressel führt die veränderte Nachfrage bei den Bachelorstudiengängen auf die „allgemeine volatile Situation zu Pandemiezeiten“ zurück. Sie zeige die Verunsicherungen bezüglich der Studien- und Karrierewege bei der jungen Generation. Dies betreffe vor allem die traditionellen ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Und, so Ressel: „Für die Universität Stuttgart mit dem deutschlandweit überdurchschnittlich starken Anteil internationaler Studierender ist es zudem ein besonderer Verlust, dass wegen der coronabedingten Einreisebeschränkungen Studierende aus ganz Europa und der ganzen Welt nicht mehr wie gewohnt zu uns kommen können.“

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