Die Polizei kümmerte sich vor Ort um die Verletzten. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Bei einem schweren Unfall zwischen zwei Stadtbahnen in Stuttgart gibt es zahlreiche Verletzte. Eine 26-Jährige muss reanimiert werden.

Bei einem Unfall zwischen zwei Stadtbahnen sind am Freitag in Stuttgart-Wangen mehrere Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Eine 26-jährige Frau, die sich als Fahrgast in einer der Bahnen befand, wurde reanimiert, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Eine 47-jährige Fahrerin der Stadtbahn wurde schwer verletzt und musste von der Feuerwehr mit schwerem technischem Gerät befreit werden. Die Stadtbahn der Fahrerin war an der Front stark deformiert worden. Zudem wurde die 39-jährige Fahrerin der anderen Stadtbahn leicht verletzt.

Insgesamt habe es 15 Verletzte gegeben. Neun Menschen ordnete der Feuerwehr-Sprecher als „mittelschwer verletzt“ ein. Sie wurden von den Rettungskräften auf der Straße liegend und sitzend angetroffen. Vier weitere Menschen begaben sich selbstständig in ärztliche Behandlung. Insgesamt wurden elf Verletzte in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Polizei sucht dringend Zeugen

Zuerst war man laut Feuerwehr von einem Frontalzusammenstoß der beiden Stadtbahnen auf derselben Schienenspur ausgegangen. Nach neueren Erkenntnissen der Polizei handelte es sich allerdings um einen Auffahrunfall. Laut einem Polizeisprecher hatte die vordere Straßenbahn der Linie U9 auf freier Strecke angehalten. Eine dahinter fahrende Stadtbahn der Linie U4 sei auf die stehende U9 aufgefahren. Weshalb die U9 angehalten hatte, müsse nun durch einen Gutachter geklärt werden, so der Sprecher weiter.

Nach Angaben der Polizei kam es gegen 9.55 Uhr an der Haltestelle Inselstraße zum Zusammenstoß. Zahlreiche Notrufe seien eingegangen. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt seien 100 Kräfte im Einsatz gewesen. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Die Verkehrspolizei bittet Zeugen – insbesondere Fahrgäste der Bahnen – sich unter der Telefonnummer 0711/8990-4100 zu melden.