Alexander Mayer ärgert sich über die eingeschlagene Scheibe der Terrassentüre am Musikvereinsheim. Foto: Schumacher - Schumacher

Seit Jahren ärgern sich die Mitglieder des Musikvereins und der Chorgemeinschaft über Vandalismus. Am Sonntag wurde wieder in die Vereinsheime eingebrochen.

Bad CannstattSeit Jahren ärgern sich die Mitglieder des Musikvereins und der Chorgemeinschaft über Vandalismus. In die beiden Vereinsheime, die sich nur wenige Meter voneinander entfernt an der Elbestraße hinter den Kleingartenanlagen befinden, wird in regelmäßigen Abständen eingebrochen. Wie zum Beispiel in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 3 Uhr und 8.20 Uhr. Kurze Zeit zuvor war im Vereinsheim des Musikvereins noch eine Geburtstagsfeier in vollem Gange. Nachdem der letzte Gast das Gebäude verlassen hatte, schlugen die Einbrecher offenbar zu. „Die Türen wurden aufgebrochen und zerstört, außerdem wurde die Scheibe der Terrassentür eingeschlagen“, sagt Alexander Mayer, Vorstand des Musikvereins. Die Täter randalierten in den Räumen, stahlen einen Beamer, einen Musiklautsprecher sowie eine Kasse, in der sich allerdings kein Bargeld befunden hat. „Das nehmen wir aus Sicherheitsgründen immer heraus“, sagt Mayer.

Im benachbarten Vereinsheim der Chorgemeinschaft waren die Täter ebenfalls am Werk: Am frühen Sonntagmorgen wurden die Rollläden, die über Nacht heruntergelassen worden waren, mit brachialer Gewalt herausgerissen. Anschließend schlugen die Täter die Scheibe der Terrassentür ein, um ins Gebäude zu gelangen. Seit dem Einbruch fehlen eine Bohrmaschine sowie zwei Besteckkoffer, sagt Roland Weber, Vorstand der Chorgemeinschaft Münster.

Am Montagmorgen haben Kriminaltechniker Spuren in den beiden Vereinsheimen gesichert. Danach ging es für Alexander Mayer, Roland Weber und die anderen Mitglieder der jeweiligen Vereine ans Aufräumen und Scherben zusammenfegen.

Für die beiden Vereine sind solche Vorfälle beinahe Routine. Erst vor etwa zwei Wochen haben unbekannte Randalierer die Schaukästen vor den Gebäuden zerstört.

Wegen des ständigen Vandalismus haben die Verantwortlichen der Chorgemeinschaft erste Konsequenzen gezogen und die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Weil Türen und Fenster immer wieder eingeschlagen wurden, hat man die Fenster an der Rückwand des Gebäudes vergittert. Auch die besagten Schaukästen, die in den vergangenen Jahren des Öfteren mutwillig beschädigt wurden, hat man entfernt. Neben Sachbeschädigung und Diebstahl haben die beiden Vereine auch mit Graffitischmierereien an den Gebäudefassaden zu kämpfen. „Es ist wirklich ärgerlich und mühsam, ständig diese Schäden reparieren zu müssen“, sagt Mayer. Auch beim Musikverein werde man sich nun überlegen, wie die Sicherheit rund um das Gebäude erhöht werden könne, um solche Vorfälle zu verhindern.

Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier 6 Martin-Luther-Straße unter der Telefonnummer 8990 3600 zu melden.

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