Untertürkheimer Bürger und OB-Kandidat Frank Nopper (rechts) debattierten über den Bahnhofsbereich. Foto: /Mathias Kuhn

Bei einem Rundgang durch den Stadtbezirk machte sich OB-Kandidat Frank Nopper (CDU) ein Bild von Untertürkheim. Hauptsorgenkind ist der Bereich rund um den Bahnhof.

Untertürkheim - Die Gruppe, die mit Bezirksvorsteherin Dagmar Wenzel und dem OB-Kandidaten der CDU, Frank Nopper, am Freitag eine Tour durch den Stadtbezirk unternahm, bekam rund um den Bahnhof einen akustischen Eindruck eines Untertürkheimer Problems: Ob auf dem Karl-Benz-Platz oder in der Arlbergstraße: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten ihre Ohren sehr spitzen, um die Redebeiträge der Anderen zu verstehen. Der Lärm durch vorbeidonnernde Züge und Stadtbahnen, durch den Autoverkehr und sonstige Geräuschemittenten erschwerte das Zuhören. Der Lärm trage offensichtlich auch dazu bei, dass das historisch Bahnhofsgebäude und die Umgebung nicht so genutzt werden, wie es ihnen eigentlich gebührt, erkannte Nopper mit dem geschulten Blick des Backnanger Oberbürgermeisters.

Die Frage, ob es ein Verschönerungskonzept für den Karl-Benz-Platz gäbe, beantwortete Wenzel mit einem müden Lächeln. Im Rahmen des Masterplans für Untertürkheim hätten Untertürkheimerinnen und Untertürkheimer vor sechs Jahren bereits etliche Umgestaltungsideen entwickelt und Studierende hätten unabhängig davon Visionen entworfen, „es ist aber mühsam und dauert lange, bis etwas umgesetzt wird“, so Wenzel. Die Hoffnung der Untertürkheimer ruht auf der Internationalen Bauausstellung 2027. Der Karl-Benz-Platz, das Pfisterer-Areal, der Neckar und der Eingangsbereich des Mercedes-Werks sind als ein Mosaikstein im Gesamtkonzept vorgesehen. Konkrete Projekte für Untertürkheim würden momentan aber noch fehlen.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs sieht es dagegen hoffnungsfroher aus. Die Entwürfe für die Umgestaltung des Postareals sieht auch Nopper als Chance, den Ortskern zu beleben. Mit den Eigentümern der bestehenden Grundstücke seien bereits Gespräche geführt worden. Es zeichne sich wohl ab, dass die Stuttgarter Wohnungs- und Siedlungsbaugesellschaft (SWSG) als städtische Tochter die Umsetzung des wichtigen Neubauprojekts in die Hand nehmen werde. Auch hier ist Geduld erforderlich. Die Pachtverträge mit den Mietern des Postgebäudes laufen noch mindestens zwei Jahre. „Dann sollte aber auch der Leonhard-Schmidt-Platz wieder aufgewertet werden“, empfahl Nopper und dies nicht nur, weil der bekannte Untertürkheimer Künstler Leonhard Schmidt in Backnang geboren worden ist.

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