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Die erste eigene Uhr ist meist ein Geschenk an sich selbst. Ein Beweis, dass man ein Kapitel im Leben abgeschlossen hat, eine Herausforderung gemeistert oder eine große Aufgabe erfüllt hat. Vielleicht war sie auch ein Geschenk von jemandem, der einem nahe steht und hat somit einen noch höheren emotionalen Wert.

In jedem Fall ist die erste eigene Uhr ein besonderer Gegenstand - und bleibt selten alleine. Wenn es um Uhren geht, baut man sich schnell eine Sammlung auf. Eine Sammlung, die voller Emotionen, Erinnerungen und finanziellem Wert steckt. Doch wie trifft man die richtigen Entscheidungen beim Kauf, wenn man gerade erst beginnt, sich eine Kollektion aufzubauen?

Auf die Marke achten

Wer die Uhrensammlung beginnt, wird sich zunächst einmal mit den verschiedenen Marken auseinandersetzen müssen. Es gibt die großen Namen, die jeder kennt und die der Traum von Uhrensammlern sind: Rolex, Breitling, Omega oder TAG Heurer. Auch wenn diese Luxusuhren immer ein sicheres Investment sind und das Potenzial bieten auch in der Zukunft nicht an Wert zu verlieren – im Gegenteil, manchmal steigt der Wiederverkaufswert sogar über die Zeit –, sind diese Uhren jedoch eher für waschechte Sammler geeignet und erfordern gleich zu Beginn eine finanzielle Investition.

Wer zunächst nur mit einer kleinen Sammlung beginnen möchte, kann also entweder in diese Klassiker investieren oder sich nach nicht ganz so großen Markennamen umsehen, die attraktiv und etwas preiswerter sind. Zu diesen gehören zum Beispiel die Firmen Nomos, Maurice Lacroix oder Fortis.

Wer ein besonderer Sparfuchs sein möchte, sieht sich online nach Seiten um, welche die Kosten dieser Uhren auch über längere Zeiträume vergleichen. So kann man zum Beispiel die Nomos Tangente Preisentwicklung beobachten und dann zuschlagen, wenn es sich am meisten lohnt. Gerade für Anfänger sind solche Deals Gold wert.

Den eigenen Bedürfnissen anpassen

Wie auch bei Kunstsammlern, wie dem kürzlich von der Cannstatter Zeitung interviewten Reinhold Würth, gilt auch für Uhrensammler die Regel: Kaufen Sie, was Ihnen gefällt. Sie sind der Investor und die Person, die die Uhren nicht nur sammelt sonder gegebenenfalls auch trägt. Deshalb sollte der persönliche Geschmack bei jeder Kaufentscheidung an erster Stelle stehen und die höchste Priorität haben. Dabei sollten Sie auch beachten, zu welchen Anlässen Sie Ihre Luxusuhr tragen möchten. Sind sie zum Beispiel viel in Bereichen mit einem Business Dress Code unterwegs, sind Taucheruhren eher ungeeignet. Sind sie allerdings ein Künstler, haben Sie freie Wahl. In jedem Fall sollte sich die erste Investition am eigenen Alltag orientieren, so dass sich möglichst vielfältig einsetzbar ist und somit häufig getragen werden kann. Während man die eigene Sammlung aufbaut, kann man ausgefallenere Modelle für verschiedene Anlässe wählen oder sich ganz spezifische Sammlungen aufbauen, welche sich zum Beispiel ausschließlich auf Vintage Uhren einer bestimmten Ära beziehen oder welche nur aus Fliegeruhren besteht.

Uhren als Wertanlage

Nur wer sich die Sammlung als Wertanlage zulegt, kann unter Umständen den eigenen Geschmack als zweitrangiges Entscheidungsmerkmal behandeln. Allerdings müssen Sie den Markt für ein solches Vorhaben sehr gut kennen und sich vorab ausreichend informieren, um diese Art der Investitionen Ihnen und Ihrem persönlichen Vorhaben zu Gute kommt. Denn eine Uhrensammlung ist lebendig - nicht nur weil ein wahrer Sammler viele Jahre und viel Geld investieren, immer wieder neue Modelle hinzufügen und andere Modelle verkaufen, sondern auch weil sich der Wert einer Uhr im Laufe der Zeit stark verändern kann. So gibt es einige Luxusuhren welche über die Jahrzehnte enorm an Wert gewonnen haben - aber auch einige, welche mittlerweile keine Interessenten mehr haben. Die Uhr als Wertanlage ist ein umstrittenes Thema und eine Investition, welche sich nur mit entsprechendem Hintergrundwissen lohnt.

Luxusuhren - neu oder gebraucht?

Gerade Beginner entscheiden sich bei den ersten Käufen zunächst gerne für neuwertige Uhren. Hier kann sich der Käufer sicher sein, dass die Uhr tatsächlich echt ist und nicht ein sehr guter Fake. Zudem gibt es meist Garantien, die das Gefühl von Sicherheit verstärken. Allerdings gibt es auch zahlreiche seriöse Anbieter, welche die zertifizierte gebrauchte Uhren anbieten. Hier ist die Vielfalt der Angebote deutlich höher, oft lässt sich zudem wahres Geld sparen und wer von Experten oder anderen Sammlern kauft, hat häufig die Chance Kontakte zu knüpfen oder Empfehlungen zu bekommen. In jedem Fall sollte hier aber auf ein Zertifikat geachtet werden und darauf, dass der Händler wirklich vertrauenswürdig und die Uhr im einwandfreien Zustand ist. Wer zudem den Klimaschutz im Blick hat, sollte sich allerdings definitiv an Uhren aus Zweiter Hand orientieren.

Starteruhren

Wer sich nun entschieden hat, wo die Uhr gekauft werden und zu welchen Anlässen sie getragen werden soll, muss sich nun entscheiden, mit welcher Uhr die eigene Sammlung ihren Anfang nehmen soll. Beratungen in Fachgeschäften können helfen, aber diese Namen sollten sie auf jeden Fall kennen, wenn Sie sich eine Starteruhr zulegen möchten:

  • TAG Heurer Carrera
    Im Bereich der Sportuhren liegt die traditionsreiche Marke ganz vorne. Diese Uhr eignet sich vor allem für Freizeit-Outfits und als eine der großen Namen im Uhrengeschäft ist TAG Heurer selten ein Fehltritt.
  • Cartier Tank Solo
    Ein eleganter Klassiker des aus Frankreich stammenden Luxusherstellers für die Ergänzung der Abendgarderobe.
  • Rolex Submariner
    Die wohl bekannteste Uhr für jeden, der eine Uhrensammlung beginnt ist der Allrounder der berühmten Marke Rolex. Sie wird oft als „Basis“ für sehenswerte Kollektionen bezeichnet.
  • Nomos Tangente
    Ein Geheimtipp unter Uhren-Enthusiasten ist diese schlichte und moderne Uhr, welche sich an den Designs aus den 30er Jahren orientiert, sie aber mit der Kunst der Neuzeit vereint.
  • Fortis Pilot Classic
    Im Verhältnis preisgünstig und dennoch hochwertig sind die Uhren von Fortis. Die Pilot Classic Kollektion ist eine Hommage an die 30er und 40er Jahre und damit die Historie des Unternehmens. Gerade für junge Uhrensammlungen eine gute Wahl.
  • Omega Speedmaster Professional-Chronograph
    1957 kreiert und von der NASA als Uhr für Astronauten auserkoren, hat diese Uhr nicht nur eine spannende Geschichte die unter anderem die Mondlandung umfasst, sondern sie sieht zudem gut aus.

     

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