Jochen Wier beim Training in Heidelberg Foto: Peter Dorn/v

Jochen Wier blickt positiv in die Welt. Mit 18 Jahren hat ihn ein schwerer Schicksalsschlag ereilt. Bei einem Unfall verlor er einen Arm und beide Unterschenkel. Vermutlich waren K.-o.-Tropfen im Spiel.

Stuttgart - Jochen läuft und läuft. Runde um Runde. Wer den jungen Mann beim Training in Heidelberg erlebt, sieht, dass er es ernst meint: Das Ziel sind die Spiele 2024. Man muss fast zweimal hinschauen, um zu realisieren, dass der 30-Jährige damit die paralympischen Spiele meinen muss. Denn wenn er an einem vorbeizieht, vergisst man kurz, dass der Sportler mit zwei Beinprothesen und ohne linken Arm auf der Bahn ist. Wegen einer schicksalhaften Nacht im Mai 2010 hat er seine Gliedmaße verloren. Vermutlich ist er ein Opfer sogenannter K.-o.-Tropfen geworden. Eines der wenigen, bei denen die Substanz nachgewiesen werden konnte, weil er kurz nach der Verabreichung schwerstverletzt gefunden wurde: Auf dem Dach einer S-Bahn entdeckte man ihn. Von Stromschlägen getroffen hatte er so starke Verbrennungen, dass man sein Leben nur durch die Amputationen retten konnte. Wer ihm das angetan hat? Das ist bis heute ein Rätsel.

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