Ein Besuch im Alters- oder Pflegeheim war zu bestimmten Zeiten wegen der Corona-Einschränkungen nicht möglich. Foto: dpa/Jens Kalaene

Manche Einschränkungen in der Corona-Krise haben Trauer und Abschied erschwert. Was macht das mit den Menschen? Und welche Möglichkeiten gibt es, um die Trauer gut zu bewältigen?

Mannheim/Eichstätt - Fast jeden Tag hatte die alte Dame im Seniorenheim Besuch. Die Mitglieder der kleinen Kirchengemeinde, in der sie sich engagiert hatte, wechselten sich nach einem festen Plan ab. „Dafür hat sie gelebt“, erzählt ihre Nichte. Dann begann die Corona-Krise, und auf einmal kam niemand mehr. Nach ein paar Wochen war die Frau tot. Sie hatte offenbar keine Lust mehr zu leben, meint ihre Nichte. Zu diesem Zeitpunkt, Mitte April, war nur eine Beerdigung im engsten Kreis erlaubt. Doch die alte Frau hatte sich ein großes Fest vorgestellt, an dem ihre ganze Gemeinde teilnimmt. Um ihren Wunsch zu erfüllen, soll die Trauerfeier nun erst in diesem Herbst stattfinden. „Das ist schon ein komisches, unbefriedigendes Gefühl“, sagt die Nichte. „Mir tut es auch gegenüber der Tante leid, dass der Abschied nicht möglich war.“

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