Ist auch nach dem juristischen Sieg kaum erleichtert: Janka Kluge Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Janka Kluge hat sich vor Gericht gegen den früheren Chefredakteur der „Bild“ durchgesetzt. Vordergründig geht es darum, dass die Transfrau als „Mann“ bezeichnet wurde. Dahinter findet aber ein Kulturkampf um das Selbstbestimmungsgesetz statt.

Janka Kluge sitzt am Freitag gerade im Auto, im Hintergrund hört man das Verkehrsrauschen. Sie ist von ihrer Heimat Stuttgart auf dem Weg nach Frankfurt zu einer Preisverleihung. Derselbe Ort, an dem sie kaum 24 Stunden zuvor einen juristischen Sieg über einen von Deutschlands bekanntesten und umstrittensten Medienmachern erstritten hat: „Bild“-Ex-Chef Julian Reichelt. „Ich bin überrascht über die Resonanz“, sagt Kluge.