Noch in der Nacht herrschte ausgelassene Stimmung, wenige Stunden später der Schock. Ein Teilnehmer des Faschings stirbt auf dem Heimweg – das Dorf ringt um Worte.
Besen kratzen über Asphalt, leer getrunkene Dosen klappern in Säcken, der Geruch von kaltem Glühwein hängt noch in der Luft. Es ist Sonntagmittag in Auenwald, Ortsteil Unterbrüden. Wo am Vorabend noch Hexen heulten, Trommeln dröhnten und das Narrentreiben tobte, fegt jetzt ein Trupp Freiwilliger die Spuren der Nacht weg. Ein Mann, der anonym bleiben möchte, zieht sich die Kapuze über den Kopf. „Wir haben gar nichts mitbekommen“, murmelt er. Jetzt trifft die Nachricht alle wie ein Faustschlag.
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